Der EuroStoxx 50 verlor gegen Mittag 0,63 Prozent auf 5.935,13 Punkte. Ausserhalb der Eurozone sank der schweizerische SMI um 0,39 Prozent auf 13.084,33 Punkte. Der Aktienmarkt in London gab um 0,25 Prozent auf 10.251,23 Punkte nach.
Die Verluste hielten sich damit zwar in Grenzen, aber die Nervosität an den Märkten nahm wieder zu. «Die Situation in der Krisenregion bleibt angespannt und die Waffenruhe ist mehr als brüchig», warnte Christian Henke, Marktanalyst vom Broker IG. «Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, könnten sich die Anleger sehr schnell ernüchtert zeigen und den Börsen den Rücken zuwenden.»
Schwächster Sektor waren die Versicherungswerte. Swiss Life reagierten mit drei Prozent Abschlag auf eine Verkaufsempfehlung der UBS. Die Aktien der Allianz verloren mit 4,5 Prozent noch mehr, doch war dies dem Dividendenabschlag des Schwergewichts geschuldet.
Im ebenfalls schwächelnden Reisesektor ging es mit den Aktien der Fluggesellschaften nach unten. Die Aktien der britischen IAG lagen dabei mit 2,7 Prozent im Minus. Der extreme Anstieg der Kerosinpreise durch den Iran-Krieg hatte die Gewinnpläne der British-Airways-Mutter durchkreuzt. Der Ausblick deute darauf hin, dass die Konsensschätzungen für den operativen Gewinn (Ebit) in diesem Jahr gesenkt werden müssten, hiess es von der kanadischen RBC.
Gewinne verzeichneten dagegen die Technologiewerte. Hier ragten Amadeus IT mit 4,2 Prozent Gewinn heraus. Der Anbieter von Buchungssystemen hatte mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Zudem hatte Amadeus trotz der Lage im Mittleren Osten seinen Ausblick bestätigt./mf/mis
(AWP)

