Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg am Mittag um 0,33 Prozent auf 5.890,19 Punkte. Ausserhalb der Eurozone legte der britische Leitindex FTSE 100 zuletzt um 0,4 Prozent auf 10.609,88 Punkte zu. Der Schweizer SMI tendierte dagegen kaum verändert.

Die Vorsicht spiegelte sich nicht zuletzt in den Verlusten des Reise- und Freizeitsektors wider. Die jüngste Erholung der Anfang der Woche wegen des Iran-Krieges unter Druck gekommenen Branche nahmen Anleger zum Anlass, zu verkaufen.

Zu den schwächeren Sektoren zählten auch die Konsumwerte. Hier standen Aktien von Reckitt unter Druck. Nach neuen Zahlen sank der Wert um 4,3 Prozent. Er fiel damit auf den tiefsten Stand im laufenden Jahr. Die Analysten von Bernstein lobten zwar die Resultate für das vierte Quartal. Doch James Edwardes Jones von der kanadischen Bank RBC verwies auf den lediglich durchwachsenen Ausblick. So habe der Hersteller von Reinigungsmitteln und Haushaltsprodukten darauf hingewiesen, dass das erste Quartal des laufenden Jahres nicht allzu stark werden dürfte.

Etwas besser sah es bei den Technologiewerten aus. Sie profitierten von den Vorgaben der Wall Street und aus Asien. Der US-Halbleiterkonzern Broadcom hatte sich zudem für das laufende zweite Quartal optimistisch geäussert. Zudem legten SAP zu. «Seit dem Start der US-Operation 'Epische Wut' stehen Software-Aktien plötzlich wieder auf der Kaufliste der Anleger», merkte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an.

Auch Ölwerte waren gefragt. Der Ölpreis hatte den mit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fortgesetzt. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht./mf/men

(AWP)