Ausserhalb der Eurozone war das Bild uneinheitlich. Der britische Leitindex FTSE 100 sank um 0,3 Prozent auf 10.656,91 Punkte, während der Schweizer SMI um 0,2 Prozent auf 13.902,96 Punkte stieg.
Neben den Unsicherheiten hinsichtlich der US-Zollpolitik dämpften auch die anstehenden Geschäftszahlen von Nvidia das Handelsgeschehen. «Die Präsentation der Quartalszahlen von Nvidia am morgigen Mittwoch wirft bereits ihre Schatten voraus», merkte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an. «Die Messlatte hängt hoch, die Nervosität der Anleger ist gross.»
Stärkster Sektor waren die Autowerte. «Einige Schnäppchenjäger kaufen selektiv die Aktien von VW , Mercedes -Benz und BMW », so Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. Auch Renault waren mit über zwei Prozent Aufschlag gefragt.
Von enttäuschenden Absatzzahlen liess der Sektor sich damit nicht irritierten. Der Automarkt in der Europäischen Union war schwach ins neue Jahr gestartet. Im Januar wurden nur 799.625 Pkw neu zugelassen und damit 3,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea mitgeteilt hatte. Gefragt waren allerdings Elektroautos.
Verluste verzeichneten nach den Vortagesgewinnen die Bankaktien. Hier hatte die Standard Chartered Bank Zahlen vorgelegt. Sie hinterliess damit einen wechselhaften Eindruck, hatte das Institut trotz eines enttäuschenden vierten Quartals doch die Gewinnbeteiligung für seine Aktionäre nach oben geschraubt. Die erhöhte Dividende und der angekündigte Aktienrückkauf hätten den Aktionären zumindest einen gewissen Ausgleich für die schwachen Zahlen geboten, stellte Matt Britzmann, Analyst bei der Investmentplattform Hargreaves Lansdown, fest. Mit 1,7 Prozent Abschlag bewegten sich die Abgaben der Aktie im Rahmen der Sektorverluste.
Im ebenfalls schwächelnden Pharmasektor verloren Novo Nordisk nach dem Einbruch am Vortag weitere drei Prozent. Die US-Bank JPMorgan hatte das Kursziel von 350 auf 250 dänische Kronen gesenkt und die Aktien von «Overweight» auf «Neutral» abgestuft.
Besser sah es bei kleineren Werten aus. Edenred legten um 6,6 Prozent zu. Der Anbieter von Geldtransaktionslösungen habe im zweiten Halbjahr einen besser als erwarteten operativen Gewinn (Ebitda) verzeichnet, hiess es von den Analysten des Investmenthauses Jefferies./mf/mis
(AWP)

