Der X-Dax signalisierte rund eine Stunde vor Beginn des Xetra-Börsenhandels für den Leitindex ein Minus von 0,04 Prozent auf 25.410 Punkte. Am Dienstag hatte er es erstmals in seiner Geschichte über die Schwelle von 25.500 Punkten geschafft, bevor er letztlich nur knapp im Plus schloss.

Der EuroStoxx 50 wird am Mittwoch ebenfalls minimal schwächer erwartet. Auch er hatte tags seinen Rekordlauf fortgesetzt.

Mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt warnte Altmann erneut, dass der HDax, der die 110 grössten und liquidesten deutschen Aktien abbildet, aus technischer Sicht längst «massiv überkauft» sei. Der vor allem aus Dax- und MDax -Aktien bestehende Index hatte am Vortag den 14. Handelstag in Folge zugelegt, was «die längste Gewinnserie in der bis 1988 zurückgehenden Index-Historie ist».

Hierzulande bleibt das Interesse weiter stark auf die USA ausgerichtet, denn die tags zuvor gestartete Berichtssaison der US-Bankenbranche wird sich mit den Zahlen der Bank of America , von Wells Fargo und der Citigroup fortsetzen.

Unter den Dax-Werten dürfte die DHL Group unter Druck geraten, denn Goldman Sachs strich ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Logistikunternehmens. Analyst Patrick Creuset rechnet zwar damit, dass das von China getriebene Wachstum sich in diesem Jahr fortsetzen werde, der Welthandel allerdings dürfte sich aufgrund steigender Handelsbarrieren verschlechtern, schrieb er. DHL wurde vor allem nach der zuletzt starken Kursentwicklung abgestuft. Auf der Handelsplattform Tradegate büsste das Papier vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss 2,5 Prozent ein.

Dass Bayer sein Pharmageschäft bis spätestens 2027 wieder auf ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich bringen und die operative Marge bis 2030 auf rund 30 Prozent steigern wolle, dürfte unterdessen Händlern zufolge kein neuer Kurstreiber werden, wie der Handel auf Tradegate bestätigte. Die Aussagen des Spartenleiters Stefan Oelrich auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco dürften stützen, neu seien die Ziele nicht, hiess es.

Lufthansa verloren vorbörslich dagegen nach einem negativen Kommentar von Barclays 2,4 Prozent. Andrew Lobbenberg senkte sein Anlageurteil auf «Underweight» und schrieb, dass Anleger auf Billigflieger und nicht auf die Netzwerk-Fluggesellschaften setzen sollten. Den aktuellen Optimismus hält er jedenfalls für übertrieben.

Für den deutschen Markt interessant ist auch ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg darüber, dass die Krypto-Handelsplattform Bitpanda sich offenbar auf einen Börsengang in Frankfurt in der ersten Jahreshälfte vorbereitet. Das in Wien ansässige Unternehmen könnte bei dem Börsengang eine Bewertung zwischen 4 und 5 Milliarden Euro anstreben, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Eine solche Notierung wäre ein Schub für die europäischen Aktienmärkte, die Schwierigkeiten haben, grosse, von Risikokapital finanzierte Unternehmen aus Wachstumsbranchen wie Kryptowährungen für Börsengänge zu gewinnen./ck/mis

(AWP)