Dass das US-Militär nahe der Strasse von Hormus eine iranische Stellung angegriffen hat, von der aus Drohnen gesteuert wurden, verunsicherte die Anleger. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärte ein US-Beamter. «Diese Massnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten», hiess es weiter.

«Bomben statt weisser Rauch», titelten die Commerzbank-Experten in einem Marktkommentar. «Am Ende der vergangenen Woche sah es noch so aus, als könnte ein Deal mit dem Iran gar nicht schnell genug kommen. In den letzten Tagen hat sich (wie so oft) aber wieder einmal die Stimmung gedreht», schrieb Analyst Michael Pfister. Die Unsicherheit wirkte sich auch schon an den Börsen in Asien aus, wo am Donnerstag vor allem in Südkorea, Hongkong und Japan die Kurse litten.

Am deutschen Aktienmarkt könnte Delivery Hero davon profitieren, dass der US-Fahrdienstvermittler Uber seine Beteiligung an dem Essenslieferdienst deutlich aufgestockt hat. Der direkte Anteil sei zu Wochenbeginn von 19,5 auf 24,99 Prozent gestiegen, teilte der MDax-Konzerns am Mittwochabend mit. Inklusive Wertpapier-Instrumenten hat sich Uber den Zugriff auf Stimmrechte im Umfang von 36,83 Prozent gesichert. Am Wochenende hatte Delivery Hero bekannt gegeben, der US-Konzern sei mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen.

Die Titel des Softwarekonzerns SAP stehen nach Branchennachrichten aus den USA im Fokus. Am Mittwoch nach Börsenschluss in New York hatte Konkurrent Salesforce mit seinem Umsatzausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Dagegen stiess die angehobene Jahresumsatzprognose von Snowflake bei den Anlegern auf Begeisterung. Der Clouddienste-Anbieter unterschrieb zudem eine sechs Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarung mit Amazon zur Nutzung von dessen Cloud-Plattform AWS./gl/stk

(AWP)