Damit steuert der Dax auf einen Wochengewinn von gut einem Prozent zu. Für den als Crash-Monat verrufenen Mai deutet sich ein Plus von rund dreieinhalb Prozent an. Bis zum Rekordhoch bei 25.507 Punkten vom Januar hat es der deutsche Leitindex nicht mehr weit.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Die Hängepartie ist damit aber noch nicht beendet. Hinsichtlich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Eine Zustimmung von Präsident Donald Trump sei noch offen. Aus Teheran hiess es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

Diese neue Entwicklung beruhige die Börsen und lasse die Ölpreise sowie die Zinsen sinken, bemerkte Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. «Dass eine Kompromissfindung hier schwierig und langwierig sein kann, sollte weiterhin niemanden überraschen. Und so müssen sich die Börsen trotz der aktuell positiven Nachrichtenlage auch weiterhin auf erhöhte Schwankungen einstellen», ergänzte der Experte.

Aus Unternehmenssicht dürften die Aktien von CTS Eventim im Anlegerfokus stehen. Der Ticketvermarkter und Veranstalter steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 23 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um 18,5 Prozent. Die Jahresziele wurden bestätigt. Das Geschäft mit Live Events habe positiv überrascht, kommentierte Analyst Andreas Riemann von der Investmentbank Oddo BHF. Die im MDax notierte Aktie stieg auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 7 Prozent.

Die Anteilsscheine von Deutsche Bank , Springer Nature und Kion werden am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt und könnten deshalb - rein optisch - deutlicher im Minus notieren./edh/jha/

(AWP)