In der Nacht auf den heutigen Donnerstag flogen die USA und Israel weiter Angriffe im Iran, Teheran griff erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an und das israelische Militär bombardierte weiter Ziele im Libanon. Zudem nahmen die Befürchtungen zu, dass Israel erneut eine Bodenoffensive in seinem nördlichen Nachbarland beginnen könnte.

Obendrein wurde eine Explosion an einem Tanker im Persischen Golf gemeldet, was die Sorgen um die Handelsschifffahrt neu befeuerte. Die Folge sind wieder steigende Preise für Energieträger. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management liegt das Problem nicht im getroffenen Tanker selbst, sondern in der Erkenntnis, dass die Kriegshandlungen neben Militäranlagen nun offenbar auch den globalen Handel ins Visier nehmen.

Hierzulande läuft die Saison der Quartalsbilanzen auf vollen Touren. Der Chemie- und Pharmakonzern Merck rechnet in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang. Das kommt schlecht an, die Aktien büssten im vorbörslichen Handel auf Tradegate sechs Prozent ein. Auch der Logistikriese DHL gab einen verhaltenen Ausblick, der Kurs verlor 1,5 Prozent.

In der zweiten Reihe kamen die Prognosen von LEG Immobilien besser an, die Gesellschaft peilt für 2026 einen operativen Rekordgewinn an. Die Papiere legten um drei Prozent zu. Aktien des Autozulieferers Dürr verloren drei Prozent. Hier enttäuschte laut Händlern die Prognose für den Auftragseingang in diesem Jahr./bek/stk

(AWP)