Am Dienstag hatte der Dax in einer siebentägigen Rekordjagd erstmals in seiner Geschichte den Sprung über die Schwelle von 25.500 Punkten geschafft. Am Mittwoch dann gab er moderat nach.
Entsprechend stehen an diesem Handelstag der Empire-State- und der Philadelphia-Fed-Index sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten im Fokus. «Präsident Trump hat zuletzt erneut deutliche Zinssenkungen gefordert, obwohl das inflationäre Umfeld als auch die konjunkturelle Entwicklung für einen eher vorsichtigen Ansatz sprechen», schrieben die Experten der Landesbank Helaba.
Daher dürften die am Nachmittag anstehenden Daten Aufmerksamkeit bekommen, da sie erste und wichtige Hinweise auf die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe zu Beginn des neuen Jahres lieferten. «Nachdem die Stimmungsindizes zuletzt eher enttäuscht haben, wird nun mit Verbesserungen gerechnet.»
Angesichts der im Dezember gesunkenen Arbeitslosenquote und den sich auf einem sehr niedrigen Niveau befindenden Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe spreche auch von dem Hintergrund der gestiegenen Einzelhandelsumsätze «nichts für eine weitere Zinssenkung bereits in diesem Monat», schrieben sie. Dabei verwiesen die Helaba-Analysten Ralf Umlauf und Ulrich Wortberg darauf, dass der Markt aktuell bis Ende des Jahres 2026 von zwei kleinen Senkungen ausgehe, diese aber bereits vollständig in die Kurse eingepreist seien.
Bevor zudem in den USA die Berichtssaison weitergeht, dürften hierzulande Unternehmen aus der Halbleiterbranche einen Blick wert sein. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) übertraf mit ihren Zahlen zum Schlussquartal 2025 die Erwartungen mit einem starken Gewinnwachstum und zeigte sich auch optimistisch für das erste Quartal. Zudem erwartet der weltweit führende Auftragsfertiger von Chips 2026 hohe Investitionen. Das bestätige die optimistischen Signale von Chipdesignern hinsichtlich der Nachfrage nach KI-Hardware, hiess es am Markt. Auf der Handelsplattform Tradegate legten Infineon , Aixtron und Suss vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss zu.
Die Stimmung für die Vorzugsaktie von Henkel könnten dagegen die Quartalszahlen von Konkurrent H.B. Fuller etwas trüben. Der US-Klebstoffhersteller verfehlte mit seinem Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 die Erwartungen der Analysten leicht. Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 waren zudem gemischt ausgefallen. Auf Tradegate gab das Henkel-Papier um 0,7 Prozent nach.
Im Blick könnten auch PNE bleiben, der am späten Mittwochnachmittag eine Gewinnwarnung veröffentlicht hatte. Der Windparkbetreiber muss Wertberichtigungen in seiner Projektpipeline vornehmen und bleibt daher 2025 hinter seinen Ergebniserwartungen zurück. Die Aktie hatte daraufhin etwas mehr als 6 Prozent eingebüsst./ck/mis
(AWP)

