«Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien», kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Bestmarke des marktbreiten S&P 500 vom Vortag wertet er als Beleg, dass «der US-Aktienmarkt den Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist». Auch das Tech-Barometer Nasdaq 100 stellte einen Rekord auf, ebenso am Donnerstag der japanische Nikkei 225 .

Die aktuellen Bewertungen in New York beinhalteten allerdings «eine gehörige Portion Optimismus», was die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs angehe, gab Altmann zu bedenken. Denn ein Friedensschluss wäre erst der «Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten».

Der Experte verwies zudem darauf, dass der Dax zur Wochenmitte die für den langfristigen Trend wichtige 200-Tage-Linie bei aktuell 24.104 Punkten zeitweise überschritten hatte, zum Handelsende aber etwas darunter geblieben war. Sollte es dem Börsenbarometer gelingen, diese zu überwinden, winke weiteres Kurspotenzial. Sein Rekordhoch bei 25.507 Punkten hatte der Dax Mitte Januar erreicht.

Die Wachstumsziele für die kommenden Jahre, die der Schmierstoffhersteller Fuchs im Vorfeld seines Kapitalmarkttages bekannt gab, scheinen Händlern zufolge eine Senkung der mittelfristigen Planung zu implizieren. Entsprechend könnten die Aktien unter Druck geraten.

Deutliche Gewinnmitnahmen nach dem gestrigen, 20-prozentigen Kurssprung zeichnen sich bei Aixtron ab. Der Chipindustrie-Ausrüster, der die Anleger zur Wochenmitte mit einer Prognoseanhebung euphorisiert hatte, beschaffte sich mit Wandelschuldverschreibungen frisches Geld. Das Volumen lag wie zuvor angekündigt bei 450 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Derweil winken Gerresheimer deutliche Kursgewinne. Die Kreditgeber des jüngst aus dem Nebenwerte-Index SDax abgestiegenen Verpackungsspezialisten stimmten einer Fristverlängerung zur Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 zu. Ausserdem berichtete das Unternehmen, dass der Verkaufsprozess für Centor planmässig begonnen habe./gl/stk

(AWP)