Marktexperte Stephen Innes verwies darauf, dass aktuell neben Gewinnmitnahmen auch Druck auf den Markt komme durch eine Korrektur bei Anlageprodukten, die mit Hebel - also im Grunde auf Pump - Investments in KI-Aktien erlaubt hätten. Dieser Korrekturprozess könnte noch eine Weile andauern.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank konstatierte eine zunehmende Angst der Anleger, dass mit der Korrektur der Halbleiter- und KI-Titel «zunehmend andere, vielleicht unbeteiligte Aktien in Sippenhaft genommen werden». Denn «je stärker die Kurse fallen, desto grösser wird der Zwang, ausufernde Verluste bei Technologieaktien durch den Verkauf anderer Werte auszugleichen». Zudem bedrohe der sich verschärfende Konflikt im Nahen Osten die weltweiten Energie-Lierferketten.

Am deutschen Aktienmarkt steht SMA Solar mit einem starken Wachstum im vergangenen Quartal sowie einer weiteren Anhebung seiner Jahresziele im Fokus. Jefferies-Analyst Constantin Hesse attestierte dem Hersteller von Wechselrichtern solide Zahlen und lobte den neuen Ausblick. Er blieb bei seiner Kaufempfehlung und hob das Kursziel an. Vorbörslich legten die Aktien um rund 10 Prozent zu.

Um gut 9 Prozent nach unten ging es hingegen für die Papiere des Arzneimittelherstellers Dermapharm , nachdem die Finanzaufsicht Bafin eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Jahr 2025 eingeleitet hatte./gl/mis

(AWP)