Der Dax notierte gegen Mittag 0,1 Prozent im Plus bei 25.482 Punkten. Der MDax der mittelgrossen Unternehmen sank hingegen um 0,6 Prozent auf 32.058 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es zuletzt um 0,6 Prozent nach oben.

Die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins am Vorabend wie erwartet ein weiteres Mal unverändert gelassen. Damit bleibt die Spanne bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Geopolitisch bleibt die Lage im Iran angespannt. Als Antwort auf Irans Angriff gegen die US-Truppen im Nahen Osten griff das US-Militär in der Nacht wieder Ziele in der Islamischen Republik an.

Angesichts der Sorgen über KI-Kosten und der neuen gegenseitigen Angriffe im US-Iran-Konflikt sei die Stimmung auf dem Parkett verhalten, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Selbst die ausgebliebene Zinsanhebung durch die US-Notenbank könne nicht für neue Euphorie sorgen, weil man davon ausgehe, dass das Stillhalten nur vorläufig sei.

Im Fokus stehen die Aktien von Adidas mit einem Kurseinbruch von mehr als 17 Prozent angesichts einer enttäuschenden Ergebnisentwicklung des Sportartikelherstellers im zweiten Quartal. Analyst James Grzinic von Jefferies sprach von einer unerwartet deutlichen Steigerung der operativen Kosten. Die starke Wachstumsdynamik im zweiten Quartal rücke daher in den Hintergrund.

Nach einem trägen Jahresstart konnte Symrise im zweiten Quartal aus eigener Kraft wieder wachsen. Die Jahresziele bestätigte der Hersteller von Duftstoffen und Aromen. Die Aktien gewannen an der Dax-Spitze 5,9 Prozent.

Der Münchner Triebwerksbauer MTU legte dank eines brummenden Wartungsgeschäfts im zweiten Quartal stärker zu als gedacht. Vorstandschef Johannes Bussmann hob seine Prognose für den freien Barmittelzufluss etwas an. Die MTU-Papiere verteuerten sich um 3,8 Prozent.

Knorr-Bremse erhöhte nach einem robusten ersten Halbjahr den Ausblick für das laufende Jahr. Die Papiere verloren dennoch 7,6 Prozent und waren damit Schlusslicht im MDax. Die neuen Ziele bis 2030 böten kaum Impulse, hiess es von der DZ Bank.

Die Anteile des Staplerherstellers und Lagerhaus-Spezialisten Kion sanken nach der Zahlenvorlage um 6,4 Prozent. Für Nemetschek ging es nach den Quartalszahlen um 6,6 Prozent bergab, womit die Papiere des Bausoftwareherstellers ihrem zuletzt starken Lauf Tribut zollten./edh/ajx/mis

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

(AWP)