Für den MDax der mittelgrossen Unternehmen ging es am Montag um 1,11 Prozent auf 32.320 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,3 Prozent.

Die Vereinigten Staaten haben vorerst ihre Angriffe gegen den Iran beendet. Dies liess die Ölpreise deutlich sinken. Inflationssorgen wurden damit erst einmal nicht weiter geschürt. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen.

Konjunkturseitig stand am Morgen das Ifo-Geschäftsklima im Blick, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Es fiel etwas besser aus als von Experten gedacht. Die Daten seien ein positives Signal für den Start ins dritte Quartal, kommentierte Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben, so der Ökonom. Ein Wermutstropfen sei die leichte Eintrübung der Lagebeurteilung.

Bevor die Berichtssaison ab Dienstag unter Volldampf läuft, veröffentlicht am Nachmittag bereits der Baukonzern und Dax-Neuling Hochtief seine Quartalszahlen. Hier gingen die Anleger zunächst in Deckung, das Minus belief sich auf 2,9 Prozent.

Im Luftfahrt- und Reisesektor verteuerten sich Lufthansa , Tui und Fraport als Profiteure sinkender Ölpreise um bis zu 3 Prozent.

Im Software-Sektor herrschte nach den guten Zahlen von SAP und Atoss Software auch zu Wochenbeginn gute Laune. Beide Titel legten nochmals merklich zu, SAP an der Dax-Spitze um mehr als 5 Prozent und Atoss unter den stärksten Werten im Nebenwerteindex SDax um mehr als 8 Prozent. Mit Adesso , Nemetschek , Bechtle und Teamviewer waren weitere Software- und IT-Aktien unter den Gewinnern.

Die Streichung einer Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank setzte die Papiere des Schmierstoffherstellers Fuchs unter Druck. Am MDax-Ende verloren sie 2,8 Prozent./ajx/jha/

(AWP)