Zur Mittagszeit legte das deutsche Börsenbarometer noch um 0,3 Prozent auf 25.852 Punkte zu, nachdem es am Donnerstag seinen fast sechs Monate alten Höchststand getoppt und am Freitag obendrein die Marke von 25.800 Punkten übersprungen hatte.

Der MDax stieg zuletzt um 0,9 Prozent auf 33.301 Punkte.

Gefragt waren hierzulande vor allem wieder Aktien aus dem Rüstungssektor. Rheinmetall gewannen 1,6 Prozent. TKMS stiegen um 4,1 Prozent, Renk um 4,6 Prozent und Hensoldt um 3,5 Prozent. Die Papiere profitierten von einem Übernahmevorhaben in der Branche.

So will der französische Rüstungskonzern Thales den französischen Unterwasserdrohnen-Spezialisten Exail Technologies übernehmen. Zudem gestalten sich die von dern USA angeleiteten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine über ein mögliches Friedensabkommen schwierig und eine Lösung scheint kurzfristig weiterhin nicht in Sicht.

Gefragt war ausserdem die SAP-Aktie , die sich mit plus 2,0 Prozent von ihren Freitagsverlusten erholte, während Infineon unter den Schlusslichtern im Dax um 1,9 Prozent nachgaben. Im MDax zählten Suss und Elmos zu den schwächsten Werten mit Verlusten zwischen 1,4 und 3,4 Prozent. Wie zuletzt stets, wenn Aktien aus dem KI-Bereich - vor allem Chipwerte - schwächeln, profitieren solche aus der Software-und IT-Dienstleisterbranche.

Continental verloren 1,1 Prozent, nachdem das Papier des Autozulieferers am Freitag nach auf den höchsten Stand seit Ende November 2021 gesprungen war. Der künftig reine Reifenkonzern will einen Grossteil der Einnahmen aus dem kurz vor dem Abschluss stehenden Verkaufs der Kunststofftechniksparte Contitech an die Aktionäre weitergeben. Bereits vor dem Wochenende hatte Conti den bevorstehenden Verkauf seiner Sparte bekanntgegeben. Analyst Thomas Besson von Kepler Cheuvreux rät nun zu Gewinnmitnahmen und strich seine Kaufempfehlung für die Aktie. Die Unterschrift unter den Verkauf von ContiTech besiegle den finalen Schritt des jahrelangen Konzernumbaus. Damit sei der letzte grössere Kurstreiber Geschichte.

Ein Hingucker waren zudem die Papiere von Schott Pharma . Sie sprangen mit plus 7,3 Prozent nicht nur an die Spitze im Kleinwerte-Index SDax , sondern zudem auch auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2025. Eine Empfehlung der Deutschen Bank verhalf ihnen zu dem Befreiungsschlag im Kurschart.

Analyst Falko Friedrichs traut der Aktie des Spezialisten für Verpackung und Verabreichung injizierbarer Medikamente mit seinem Kursziel von 22 Euro sogar eine Rückkehr an die Charthürde aus dem Herbst vergangenen Jahres zu. Zum Befreiungsschlag im Chart passt, dass auch das Geschäft laut Friedrichs die Talsohle durchschritten hat./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

(AWP)