Der MDax zeigte sich mit minus 0,2 Prozent auf 31.998 Punkte etwas leichter. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , zeigte sich mit knapp plus 0,1 Prozent auf 5.928 Punkte minimal im Plus.

In Deutschland stiegen die Auftragseingänge für das verarbeitende Gewerbe um deutliche 5,6 Prozent im Vergleich zum Oktober, wobei es bereits in den zwei Monaten zuvor deutliche Zuwächse bei den Neubestellungen gegeben hatte. «Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Monate scheint sich zu bestätigen. Die Talsohle dürfte durchschritten sein», freute sich denn auch Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research über die «endlich einmal wieder guten Nachrichten für die Industrie».

An den New Yorker Börsen indes waren am Vorabend nach anfänglichen Rekorden von Dow Jones Industrial und S&P 500 die Indizes unter Druck geraten. Und wieder einmal waren es Äusserungen von US-Präsident Donald Trump, die verunsicherten.

So kündigte Trump etwa an, dass grosse Finanzinvestoren zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürfen sollten. Zudem fordert er einen drastischen Anstieg der US-Verteidigungsausgaben für 2027 und setzte wegen der ihm zufolge zu langsamen Aufrüstung damit die US-Rüstungsunternehmen unter Druck. Sie sollen bis auf Weiteres die Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe einstellen und die Gelder stattdessen in ihre Kapazitäten zu stecken, wenn es nach Trump geht.

Hierzulande reagierten die Aktien der Rüstungsunternehmen Rheinmetall , Hensoldt , Renk und TKMS mit Kursgewinnen zwischen einem und 3,3 Prozent. Analystin Chloe Lemarie von Jefferies präzisierte, dass Trump 2027 somit eine 50-prozentige Erhöhung des für 2026 vorgesehenen US-Militärbudgets plane. Davon dürften ihr zufolge auch europäische Unternehmen profitieren. Allerdings erwähnte die Expertin vor allem die Rüstungsunternehmen BAE Systems aus Grossbritannien und Leonardo aus Italien, da sie bedeutende Anteile ihrer Umsätze in den USA generieren.

Henkel gaben leicht um 0,1 Prozent nach. Unter Berufung auf ungenannte Insider habe der Konsumgüterhersteller ein Übernahmeangebot für den Shampoo-Hersteller Olaplex abgegeben, berichtete Bloomberg am Vorabend zur US-Börsenzeit. Die Unternehmen kommentierten die Gerüchte unterdessen nicht. Die Olaplex-Aktie war im US-Handel allerdings um rund 22 Prozent hochgesprungen, hat seit dem Börsengang im Jahr 2021 aber auch mehr als 90 Prozent verloren. «Es gibt also sowohl für Optimisten als auch für Pessimisten interessante Entwicklungen», kommentierte ein Marktexperte, der die Olaplex-Aktie auch aktuell nicht für billig hält. Allerdings sei Olaplex profitabel und aus seiner Sicht ein passender Zukauf.

Für Rational ging es um 4,3 Prozent nach oben, nachdem die Privatbank Berenberg eine Kaufempfehlung für den Profiküchen-Ausrüster ausgegeben hat. PVA Tepla wurde indes von einer Empfehlung durch das. Bankhaus Metzler angetrieben.

Evotec legten nach zwei Tagen mit kräftigen Kursgewinnen um weitere 0,5 Prozent zu. Der Pharma-Wirkstoffforscher teilte mit, dass sein Tochterunternehmen Just Biologics in den USA neue Fördermittel der Gates Foundation für KI-gestützte Optimierung der Entwicklungsfähigkeit monoklonaler Antikörper erhalten hat./ck/mis

(AWP)