Ob es nun zu einem nachhaltigen Ausbruch komme, hänge jedoch massgeblich davon ab, wie lange die Waffenruhe dieses Mal dauere und ob tatsächlich Fortschritte in den Gesprächen zu erkennen seien, erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Für den MDax der mittelgrossen Unternehmen ging es am Montag um 1,20 Prozent auf 32.350 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,1 Prozent.
Der Preis für ein Fass Rohöl der Referenzsorte Brent fiel deutlich, da die Vereinigten Staaten ihre Angriffe gegen den Iran vorerst beendet haben. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Die Angriffspause «nährt die Hoffnung auf Frieden», schrieb Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners.
Konjunkturseitig stand am Montagvormittag das Ifo-Geschäftsklima im Blick, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Es fiel etwas besser aus als von Experten gedacht. Am Nachmittag veröffentlicht der Baukonzern und Dax-Neuling Hochtief Quartalszahlen. Hier gingen die Anleger zunächst in Deckung, das Minus belief sich auf 2,9 Prozent.
Es geht zum Wochenstart in der Berichtssaison noch vergleichsweise ruhig zu. Ab Dienstag bis zum Wochenschluss wartet auf die Anleger dann eine grosse Menge an Quartalsbilanzen beiderseits des Atlantiks sowie zur Wochenmitte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.
Im Luftfahrt- und Reisesektor verteuerten sich Lufthansa , Tui und Fraport als Profiteure sinkender Ölpreise um jeweils um 3 Prozent.
Bei den Aktien von Halbleiterkonzernen wie Infineon , Aixtron oder Suss Microtec , die vorbörslich noch mit klarem Zuwachs auf ein starkes Börsendebüt des chinesischen Chipherstellers CXMT reagiert hatten, liess im Xetra-Handel der Auftrieb merklich nach. Aixtron notierten zuletzt gar klar im Minus.
Im Software-Sektor herrschte nach den guten Zahlen von SAP und Atoss Software vom Freitag auch zu Wochenbeginn weiter Zuversicht. Beide Titel legten nochmals merklich zu, SAP um mehr als 4 Prozent und Atoss um 7 Prozent.
Die Streichung einer Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank setzte die Papiere des Schmierstoffherstellers Fuchs unter Druck. Am MDax-Ende verloren sie 2,1 Prozent./ajx/mis
(AWP)

