Auf Wochensicht deutet sich für den Dax ein moderates Plus an. Die Bilanz für den Monat Februar aber weist aktuell einen Gewinn von gut drei Prozent aus. Damit könne der Leitindex eine ordentliche Wertentwicklung vorweisen, schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets. In Anbetracht der vielen Störfaktoren und der weiterhin heiklen Situation zwischen dem Iran und den USA sei das aktuelle Monatsplus mehr als sehenswert.
Der Iran kündigte nach einer Verhandlungsrunde mit den USA weitere Gespräche für kommende Woche an. Ab Montag seien in Wien, wo die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde sitzt, «technische Gespräche» geplant, sagte Aussenminister Abbas Araghtschi vor Reportern. Sollten sie stattfinden, dürften Details eines möglichen Abkommens ausgehandelt werden.
Ob es aber tatsächlich zu einer weiteren Verhandlungsrunde beider Seiten kommen wird, ist noch unklar. US-Präsident Donald Trump hatte der iranischen Staatsführung vor einer Woche ein Ultimatum bis Anfang März gestellt. Das US-Militär hat inzwischen eine massive Streitmacht in die Region verlegt.
Unter den weiteren Indizes stieg der MDax , der die mittelgrossen hiesigen Börsentitel enthält, um 0,69 Prozent auf 31.669 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,2 Prozent.
Zudem standen am Freitag unter anderem BASF mit Quartalszahlen im Blick. Der Chemiekonzern blickt vorsichtig in das laufende Jahr. Dieser Ausblick habe die Investoren wohl eher enttäuscht, auch wenn die Ludwigshafener für gewöhnlich konservativ prognostizierten, sagte ein Händler. Die Aktien fielen unter den schwächsten Werten im Dax um 1,3 Prozent.
Als Schlusslicht im MDax sackten die Papiere von Delivery Hero um 5,6 Prozent ab. Analystin Annick Maas von Bernstein Research sprach von durchwachsenen Resultaten des Essenslieferdienstes im Schlussquartal. Der Umsatz sei etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Um gut zehn Prozent sprangen im Nebenwerteindex SDax die Anteilsscheine von Hypoport in die Höhe. Der Finanzdienstleister will den Gewinn im Tagesgeschäft 2026 weiter kräftig steigern.
Darüber hinaus gab es Spekulationen rund um 1&1 . Das spanische Nachrichtenportal «El Espanol» berichtete, der Konzern Telefonica spreche mit dem deutschen Telekommunikationsanbieter über eine Übernahme. Die Anteilsscheine von 1&1 schnellten im SDax um fast zehn Prozent nach oben, die Papiere der 1&1-Mutter United Internet zogen an der MDax-Spitze um gut zehn Prozent an./la/stk
(AWP)

