Der Dax stieg zuletzt um 0,2 Prozent auf 24.185 Punkte und hält sich damit zunächst über der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend bei aktuell 24.113 Punkten. Für den MDax mit den mittelgrossen Werten ging es um 0,5 Prozent auf 30.395 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte kaum verändert.
«Die Anleger setzen auf ein Ende des Irankriegs, auf starke Quartalszahlen, die auf die Resilienz der Unternehmen trotz hoher Energiepreise hindeuten, und auf Notenbanken, die den Inflationsschub als vorübergehend ansehen und nicht an der Zinsschraube drehen», kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Gut aufgenommene Quartalszahlen des Windkraftkonzerns Nordex trieben die Aktien mit einem Plus von 11,6 Prozent auf das höchste Niveau seit dem Jahr 2002. Im bisherigen Jahresverlauf bauten sie damit ihren Kursgewinn auf 72 Prozent aus. Analysten reagierten mit viel Lob für die Geschäftsentwicklung. Die Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen, der Auftragsbestand liege auf Rekordniveau, kommentierte Richard Dawson von der Berenberg Bank.
Für die Anteilsscheine der Commerzbank ging es um 1,9 Prozent auf 34,59 Euro nach oben. Zuvor hatte die Bank of America die Titel des Geldhauses von «Neutral» auf «Buy» hochgestuft und das Kursziel von 37 auf 42 Euro angehoben.
Dagegen riss ein Pressebericht, dass sich der Energiekonzern Eon in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf der britischen Ovo Energy befindet, die Anleger nicht vom Hocker. Die Eon-Papiere notierten zuletzt 0,1 Prozent im Minus. Zwar stünden die Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung, ein Scheitern sei aber noch möglich, berichtete der Nachrichtensender Sky am Samstag unter Berufung auf Industriekreise./edh/nas
(AWP)

