Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
Der MDax der mittelgrossen Werte verlor zum Wochenauftakt 2,7 Prozent auf 30.726 Zähler. Hier droht ein Rückfall unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um gut zwei Prozent.
Ein Blick zurück auf die vergangenen 40 Jahre zeige, dass die Dauer militärischer Konflikte entscheidend sei für die Verluste an den Finanzmärkten, schrieb Stratege Scott Chronert von der Citigroup. Die Aussagen der US-Regierung deuteten darauf hin, dass diese eine «kurze Aktion» präferiere. Viel hänge allerdings davon ab, ob ein Weg zu Verhandlungen gefunden werden kann und ob weitere Staaten in den Konflikt hineingezogen werden.
Verluste erlitten am Morgen unter anderen die Aktien der Reise- und Touristikbranche. So büssten Lufthansa und Tui jeweils 6,5 Prozent ein. Der starke Ölpreisanstieg belastete Papiere aus dem Chemiesektor wie BASF , Evonik , Wacker Chemie und Lanxess . Bis zu 4 Prozent reichten hier die Verluste. Höhere Kosten für Öl drohen die Gewinne zu schmälern.
Profitieren von der Nachrichtenlage konnten dagegen die Papiere aus der Rüstungsbranche. So legten die Kurse von Rheinmetall , Hensoldt , Renk gegen die allgemeine Marktschwäche um 4 bis 6 Prozent zu. Anteile des Marineschiffbauers TKMS gewannen 1 Prozent./bek/mis
(AWP)

