Im Anlegerfokus dürften das Ifo-Geschäftsklima aus Deutschland sowie weitere Konjunkturdaten aus den USA stehen. Ansonsten steht die Woche im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank und SAP präsentieren die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft , Tesla und Apple erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.
Die Aktien von Stabilus legten um 2,6 Prozent zu. Der Auto- und Industriezulieferer bekam im abgelaufenen Quartal die schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt. Der Markt sei vor der Veröffentlichung der Zahlen skeptisch gewesen, weshalb ein Umsatzmix leicht unter den Erwartungen und ein Gewinnmix darüber ausreichten, um die Aktie zu stützen, erklärte ein Händler.
Für die Papiere von Friedrich Vorwerk ging es um 5,3 Prozent auf das höchste Niveau seit November nach oben. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen übertraf nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr.
Die Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft weiter um. «Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen Jahren Kürzungen gab», sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis dpa und dpa-AFX. Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen. Die Aktie stieg um 1,4 Prozent.
Die Erholung der Nemetschek-Papiere setzte sich mit plus 2,3 Prozent fort, nachdem die US-Bank JPMorgan sie von «Underweight» auf «Overweight» hochgestuft und das Kursziel von 90 auf 110 Euro angehoben hatte. Analyst Joseph George setzte die Papiere des Bausoftwarespezialisten zudem auf die «Analyst Focus List» mit den besten Anlageideen.
Die Beteiligungsgesellschaft MBB steigerte im vergangenen Jahr vor allem dank guter Geschäfte mit Infrastrukturbeteiligungen Umsatz und operatives Ergebnis. Die Profitabilität (Ebitda-Marge) kletterte um 4 Prozentpunkte auf rund 18 Prozent. Damit übertrafen die Berliner ihre Zielspanne. Die MBB-Aktien schnellten als bester SDax-Wert um 6,8 Prozent hoch.
Für die Titel von Delivery Hero ging es nach einer positiv interpretierten Analystenstudie an der MDax-Spitze um 5,4 Prozent nach oben. JPMorgan-Experte Marcus Diebel sprach von Konsolidierungsfantasie in der Essenslieferbranche und zählt Delivery Hero zu seinen Favoriten.
Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will im laufenden Jahr eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro zurückkaufen. Das Unternehmen habe sich 2025 stark entwickelt, der Aktienkurs spiegele dies aber nicht angemessen wider, hiess es zur Begründung. Die Anteilsscheine von Aroundtown verteuerten sich zuletzt um 5,1 Prozent./edh/jha/
(AWP)

