Nun agierten sie vor dem Wochenende wieder zurückhaltender. Der Dax gab am Freitagmittag 0,2 Prozent nach auf 24.800 Punkte. Zeitweise war der Dax im Wochenverlauf sogar bis auf fast 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben. Auslöser war eine Zolldrohung des US-Präsidenten Donald Trump, die inzwischen aber wieder vom Tisch ist.
Der MDax der mittelgrossen Börsenwerte büsste am Freitag gar ein halbes Prozent ein auf 31.532 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank prozentual vergleichbar. Er hatte sich nach Rekorden in der Vorwoche und anschliessender Korrektur tags zuvor ebenfalls erholt.
Am Dax-Ende lagen Adidas mit zeitweise über 6 Prozent Kursminus auf dem tiefsten Niveau seit fast drei Jahren. Die kanadische Bank RBC strich ihre Empfehlung für den Sportartikelhersteller. Adidas schlage sich in einem recht schwierigen globalen Umfeld gut, doch die Markterwartungen für 2026 seien hoch, schrieb der Analyst Piral Dadhania. Am Freitag ebenfalls schwache Puma-Papiere stehen im Kurschart insgesamt noch vergleichsweise gut da.
BASF verfehlte derweil mit den Eckdaten für 2025 die Erwartungen. Die Aktien lagen anderthalb Prozent im Minus, erholten sich damit aber bereits wieder vom Tagestief.
Den Dreh ins Plus schafften derweil schwach gestartete Rüstungswerte wie Rheinmetall , Hensoldt und Renk . In den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen am Freitag Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA über ein mögliches Kriegsende reden. Rüstungswerte reagieren üblicherweise negativ auf neue Verhandlungsansätze. Im Fokus steht aber der milliardenschwere Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam. Er verlief sehr erfolgreich und sorgte so für eine gute Branchenstimmung.
An der Dax-Spitze erzielten Siemens Energy wieder Rekorde. Die UBS vollzog eine Kehrtwende und empfahl nach bislang pessimistischer Einstufung die Aktie nun zum Kauf. Analyst Christopher Leonard liegt mit seinen operativen Ergebnisschätzungen für die Münchner bis 2030 nach eigener Aussage um bis zu 9 Prozent über dem Konsens.
Im Nebenwerteindex SDax bauten Schaeffler ihre Rally auf das höchste Niveau seit 2018 aus. Analystin Vanessa Jeffriess vom fast gleichnamigen Analysehaus Jefferies empfahl die Aktien zum Kauf und setzt dabei auf das Geschäft mit humanoiden Robotern./ag/mis
(AWP)

