Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte zum Handelsende kaum verändert bei 6.282 Punkten. Ausserhalb des Euroraums gewannen die Leitindizes in London und Zürich 0,4 beziehungsweise 0,7 Prozent. In New York legte das Leitbarometer Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss leicht zu. Der von Technologie-Aktien beherrschte Nasdaq 100 weitete hingegen seinen Verlust vom Freitag aus.

Die Vereinigten Staaten haben vorerst ihre Angriffe gegen den Iran beendet. Laut der Nachrichten-Website Axios begründete US-Präsident Donald Trump die Aussetzung der Kriegshandlungen damit, dass Gesprächen eine Chance gegeben werden soll. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet.

Mit dem Ifo-Geschäftsklima stand zudem das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer im Blick. Es fiel etwas besser aus als von Experten gedacht. Die Daten seien ein positives Signal für den Start ins dritte Quartal, kommentierte Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben, betonte der Ökonom.

Im Software-Sektor herrschte nach den guten Zahlen von SAP und Atoss Software auch zu Wochenbeginn gute Laune. Beide Titel legten nochmals merklich zu, SAP an der Dax-Spitze um 7,9 Prozent und Atoss im Nebenwerteindex SDax um fast 10 Prozent. Mit Nemetschek , Ionos und Teamviewer zählten weitere Software-Aktien zu den deutlichen Gewinnern.

Dagegen ging es für die Halbleiterbranche nach negativen Nachrichten für den Chipindustrie-Ausrüster ASML steil bergab. Das Magazin «The Information» berichtete unter Berufung auf Kreise, ein staatlich gestütztes Unternehmen aus China habe mit der Herstellung von Immersions-DUV-Lithografieanlagen begonnen, die für ASML ein wichtiger Umsatztreiber sind. Die Aktien von Infineon , Aixtron , Siltronic , Elmos und Suss Microtec verbuchten Kursabschläge zwischen 4,5 und 6,1 Prozent.

Bevor die Berichtssaison ab Dienstag richtig Fahrt aufnimmt und ab Wochenmitte wichtige Notenbankentscheidungen unter anderem in den USA anstehen, veröffentlichte am Nachmittag der Baukonzern und Dax-Neuling Hochtief seine Quartalszahlen. Diese fielen Analysten zufolge besser als erwartet aus. Zudem hoben die Essener ihren Jahresausblick an. Die Hochtief-Papiere setzten dennoch ihre in den vergangenen Wochen eingeläutete Phase der Gewinnmitnahmen fort und sackten um 3,0 Prozent ab.

Im Luftfahrt- und Reisesektor gewannen Lufthansa , Tui und Fraport als Profiteure sinkender Ölpreise bis zu 4 Prozent./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

(AWP)