Etwas getrübt wurde die Laune am Donnerstag von der US-Notenbank, die im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach hinten verschoben.
Tags zuvor hatte der Dax mit in der Spitze 25.315 Punkten noch einen Höchststand seit Mitte Januar erreicht. Damit war er zugleich näher an sein Rekordhoch bei gut 25.507 Punkten herangerückt, das ebenfalls aus diesem Jahr stammt.
Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten verlor am Donnerstag 1,14 Prozent auf 31.382 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,8 Prozent.
Beim Flugzeugbauer Airbus bemängelten Marktteilnehmer den schwachen Ausblick, der zwar konservativ sei, aber doch deutlich unter den Erwartungen liege. Analysten hatten mit noch mehr Flugzeugauslieferungen gerechnet als von Airbus in Aussicht gestellt. Die Papiere rutschten am Dax-Ende um 6,7 Prozent ab.
Eine Hochstufung von Morgan Stanley für Vonovia gab den Aktien des Immobilienkonzerns Auftrieb, sie gewann vorne im Dax 1,5 Prozent.
Im MDax setzte eine Verkaufsempfehlung der UBS für Freenet den Papieren des Mobilfunkanbieters zu. Das Minus von mehr als 9 Prozent bedeutete das vorläufige Ende des jüngsten Aufwärtsschwungs. Die Anteile der Fondsgesellschaft DWS dagegen legten um gut 3 Prozent zu, hier riet die UBS zum Kauf.
Abwärts um fast 8 Prozent ging es für Flatexdegiro trotz Dividendenerhöhung. Die Dividendenrendite sei immer noch niedrig, hiess es am Markt. Zudem liege die Gewinnprognose des Online-Brokers für 2026 unter der Erwartung.
Zu den Jahreszahlen von Krones sagte ein Händler, sie seien schwächer als befürchtet. Positiver äusserte er sich zum Ausblick des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen. Die Aktien gaben um 4,5 Prozent nach./ajx/mis
(AWP)

