Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. «Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran meldete Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf, die vom US-Militär bereits Mitte März aus der Luft angegriffen worden war. Israels Luftwaffe griff nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu iranische Eisenbahnstrecken und Brücken an. Laut US-Medienberichten kappte Teheran mittlerweile die diplomatischen Kontakte zu Washington.

Im Fokus steht die Forderung Trumps, die Strasse von Hormus wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump läuft am Mittwochmorgen um 2.00 Uhr (MESZ) ab.

Die Aktien von Apple erholten sich etwas von ihrem fünfprozentigen Kursverlust aus dem frühen Handel und notierten zuletzt noch 2,7 Prozent im Minus. Zunächst hatte das Nachrichtenmagazin «Nikkei Asia» unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass der Technologiekonzern bei der Entwicklung eines faltbaren iPhones in der technischen Testphase auf Probleme stösst. Dadurch könne sich der Produktions- und Lieferplan um Monate verzögern.

Kreisen zufolge wird das Gerät aber planmässig auf den Markt kommen. Das Unternehmen plane, das faltbare Modell im September zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem Pro Max vorzustellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Offiziell hat sich Apple noch nicht konkret zur Einführung eines Falt-iPhones geäussert.

Die Papiere von Intel legten um 3,0 Prozent zu und bauten ihren Kursgewinn im bisherigen Jahresverlauf auf rund 42 Prozent aus. Intel schliesst sich der Initiative des Tech-Milliardärs Elon Musk zur Entwicklung von Halbleitern für dessen Unternehmen Tesla , SpaceX und xAI an. Das sogenannte Terafab-Projekt ist ein grossangelegter Plan von Musk, langfristig eigene Chips für Robotik, Künstliche Intelligenz und Weltraum-Rechenzentren herzustellen. Das Vorhaben zielt darauf ab, jedes Jahr eine enorme Rechenleistung zu erzeugen - etwa 1 Terrawatt Kapazität pro Jahr.

Deutlich nach oben ging es für die Aktien privater Krankenversicherer, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicare den privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglich im Januar vorgeschlagenen Sätzen. Sie verbuchten die Papiere von Unitedhealth , Humana und CVS Health Kursgewinne zwischen 7,1 und 10,5 Prozent.

Die Titel von Broadcom legten um 5,6 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern gab eine Vereinbarung mit Alphabet zur Entwicklung und Lieferung von Chips im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) bekannt. Damit macht Broadcom Nvidia zunehmend Konkurrenz, dessen Aktie 1,0 Prozent einbüsste. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis dürfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz im Bereich von rund 200 Milliarden Dollar garantieren.

Die Anteilscheine von Gilead Sciences sanken um 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern will das deutsche Biotech-Unternehmen Tubulis GmbH für bis zu 5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Gemäss den Bedingungen des Kaufvertrags erwirbt Gilead das gesamte Aktienkapital von Tubulis für 3,15 Milliarden Dollar in bar als Vorauszahlung und leistet bis zu 1,85 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen.

Die Aktien von Arm Holdings büssten 4,4 Prozent ein, nachdem Morgan Stanley sie von «Overweight» auf «Equal-weight» abgestuft hatte. Die Pläne des Chipdesigners, eigene Chips zu verkaufen, berge Risiken und zudem könnte dies Vertriebskonflikte mit einigen seiner Lizenznehmer verursachen, hiess es./edh/he

(AWP)