Am Freitag hatten aktuelle US-Arbeitsmarktdaten für nachlassende Zinserhöhungsbefürchtungen gesorgt und den Börsen Rückenwind gegeben. Dem steht aber die anhaltende Unsicherheit mit Blick auf den Nahost-Konflikt gegenüber. Der Iran hatte am Samstag Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr gedämpft. Die Führung in Teheran forderte von den USA erhebliche Vorleistungen vor einer Freigabe der für den internationalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge.

Aus Unternehmenssicht könnten die Aktien von Intel mit einem vorbörslichen Verlust von 3,6 Prozent im Fokus stehen. Der Halbleiterkonzern kündigte an, zusätzliche Aktien im Wert von 15 Milliarden US-Dollar auszugeben, um vom Boom bei KI-Rechenzentren zu profitieren. Der Kurs der Intel-Aktie ist im Zuge des KI-Hypes im laufenden Jahr bereits um 175 Prozent gestiegen.

Für die Papiere von Meta ging es im vorbörslichen Handel um 2,1 Prozent nach oben. Der Facebook-Mutterkonzern stellte ein neues KI-Modell namens «Muse Glimmer» vor. Das Modell soll auf einem einzelnen Computer ausgeführt werden können und es Nutzern ermöglichen, die entsprechende Technologie herunterzuladen und anzupassen.

Der Videospiele-Händler Gamestop könnte Kreisen zufolge sein Übernahmeangebot für die Online-Handelsplattform Ebay zurückziehen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete, erwägt Gamestop-Chef Ryan Cohen, die Offerte in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar zurückzunehmen und Ebay stattdessen eine Partnerschaft oder ein Joint Venture vorzuschlagen. Damit könnte Ebay die rund 1.600 GameStop-Filialen in den USA nutzen, hiess es. Die Gamestop-Aktien stiegen vorbörslich um 2,6 Prozent, jene von Ebay verloren 1,3 Prozent.

Die Aktien von Apple büssten vorbörslich 1,0 Prozent ein. Das Analysehaus Jefferies stufte die Titel des Technologiekonzerns von «Hold» auf «Underperform» ab. Ein bislang für den Markteintritt im September 2027 geplantes vollgläsernes iPhone werde von Apple wohl nicht weiter verfolgt, schrieb Analyst Edison Lee.

Die Anteilsscheine von HP Enterprise verteuerten sich vorbörslich um 4,8 Prozent. Morgan Stanley stufte die Papiere auf «Overweight» hoch. Die Investmentbank schätzt die IT-Hardware-Branche insgesamt positiver ein, da derzeit hohe Investitionen in KI-bezogene Infrastruktur getätigt werden./edh/men

(AWP)