Im Blick bleiben zugleich die Entwicklungen in Nahost, auch wenn sie aktuell kaum bewegen, da die neuerlichen Angriffe der USA gegen den Iran von US-Präsident Donald Trump bereits angekündigt waren.
Der Broker IG signalisierte rund eine Stunde vor dem Börsenstart für den Dow Jones Industrial ein Plus von 0,5 Prozent auf 51.868 Punkte, nachdem der bekannteste Wall-Street-Index tags zuvor seine Gewinne der vergangenen drei Handelstage wieder eingebüsst hatte.
Der überwiegend mit Technologie-Aktien bestückte Auswahlindex Nasdaq 100 wird von IG 1,5 Prozent höher auf 27.610 Punkte erwartet, womit seine mittlerweile sechstägige Verlustserie enden könnte.
Unter den Einzelwerten stehen vor allem Microsoft und Meta im Blick, denn nach Alphabet und Tesla in der vergangenen Woche hatten am Vorabend diese beiden Mitglieder der «Magnificent Seven» ihre Geschäftszahlen auf den Tisch gelegt.
Während Microsoft positiv überraschte, kam Meta mit Zahlen und Ausblick bei den Börsianern schlecht an. Entsprechend gegenläufig zeigten sich die Kurse vorbörslich. So sprangen Microsoft nach starken Geschäftsjahreszahlen um knapp 10 Prozent hoch. Zudem signalisierte Finanzchefin Amy Hood, dass Investitionen in die KI-Infrastruktur im Zaum gehalten würden, anstatt sie wie viele andere Tech-Konzerne weiter zu erhöhen.
Die Instagram- und Facebook-Mutter Meta dagegen hob die Investitionsspanne an, auch wenn dieses Mal nur am unteren Ende. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Angesichts fehlender Aussagen zu den Investitionsausgaben 2027 geht die US-Bank JPMorgan davon aus, dass Meta kurzfristig weiterhin massiv investieren wird, was den Druck auf den für Aktionäre viel beachteten freien Barmittelzufluss ihr zufolge erhöhen dürfte. Die Aktie büsste knapp 10 Prozent ein.
Vorbörsliche Verluste im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich verbuchten zudem Arm Holdings und Qualcomm , die ebenfalls am Vorabend über ihre Quartale berichtet hatten. Beide auf den Mobilfunk-Bereich ausgerichteten Tech-Konzerne hatten sich zurückhaltend zum Smartphone-Markt geäussert.
An diesem Abend rücken mit Quartalsberichten nachbörslich Apple und Amazon in den Fokus. Nach diesen nächsten zwei «Mag 7»-Stars fehlt dann nur noch Nvidia als krönender Abschluss. Die KI-Koryphäe wird am 26. August mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal 2026/27 erwartet. Vorbörslich legten Amazon um 3,0 Prozent zu und könnten ihre Verluststrähne der vergangenen Handelstage stoppen. Die Apple-Aktie wird nach dem jüngsten Rekordlauf zum Börsenstart erneut moderat schwächer erwartet.
Mit Blick auf Apple dürfte der Fokus darauf liegen, ob der «Anti-Capex-KI-Trade», also die Wette auf KI-Erfolge bei gleichzeitig begrenzten Investitionsausgaben, noch weiteres Potenzial hat. Bei Amazon stehen die Investitionsausgaben sowie die Cloud-Sparte AWS im Blick, für die ein kräftiges Umsatzwachstum von 31 Prozent erwartet wird./ck/mis
(AWP)

