Das Börsenbarometer war zum Wochenschluss um 4,8 Prozent abgesackt. Die Gewinnmitnahmen-Welle bei den heissgelaufenen Tech-Aktien hatte damit ein lange nicht gesehenes Ausmass angenommen. Befeuert wurde die Bewegung von einem soliden Jobbericht, der die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank demnächst ihren Leitzins erhöhen wird. Höhere Zinsen aber belasten insbesondere Technologiewerte, da in einem solchen Umfeld die hohen erwarteten Gewinne aus heutiger Sicht weniger wert sind.

Den Dow Jones Industrial taxierte IG 0,3 Prozent im Plus. Der Leitindex hatte am Freitag zunächst ein Rekordhoch erreicht, war dann aber zunehmend unter Druck geraten und hatte 1,4 Prozent im Minus geschlossen.

Zu Wochenbeginn bleibt der Iran-Krieg im Fokus. Der Iran und Israel haben sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit heftigen Angriffen überzogen. Israel begann in der Nacht mit Gegenangriffen auf den Iran, nachdem dieser das Land wieder mit Raketen beschossen hatte. Der Iran kündigte aber zuletzt an, die Angriffe wieder einzustellen. US-Präsident Donald Trump hofft weiter auf ein Abkommen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges, den Israel und die USA Ende Februar begonnen hatten.

Unter den Einzeltiteln dürften sich Halbleiterwerte von ihrem Kursrutsch zum Wochenschluss erholen. Die Bank Citigroup bleibt mit Blick auf die Branche zuversichtlich. In vier der sieben Endmärkte sei die Nachfrage stark beziehungsweise habe sich verbessert.

Die Anteilsscheine von Marvell Technology wurden zusätzlich von der Meldung angetrieben, dass sie am 22. Juni in den breiten Aktienindex S&P 500 aufgenommen werden. Sie zogen im vorbörslichen US-Handel um knapp neun Prozent an.

Aktien von Campbell's stiegen um fast zwei Prozent. Der Lebensmittelkonzern hatte mit seinem bereinigten Gewinn je Aktie im dritten Geschäftsquartal positiv überrascht./la/jha/

(AWP)