Knapp eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,1 Prozent tiefer auf 52.445 Punkte. Der Nasdaq 100 wird mit 1,2 Prozent im Plus auf 29.620 Punkte erwartet, auch wenn Aktien aus dem Software- und IT-Bereich durch vorgelegten Quartalszahlen und Aussagen von IBM unter Druck geraten könnten.
Der Nahost-Konflikt samt der weiter steigenden Ölpreise bleibt zudem ebenfalls im Blick, denn die USA kündigte die nächsten harten Angriffe auf den Iran an. Ausserdem soll die Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren, erneut in Kraft treten und US-Präsident Trump will für eine sichere Passage durch die Strasse von Hormus hohe Schutzgebühren einfordern.
Unter den Einzelwerten rückte vorbörslich die IBM-Aktie mit vorbörslich minus 22 Prozent stark ins Blickfeld. Zudem gaben Microsoft vorbörslich um 3,3 Prozent und Salesforce um 5,5 Prozent nach. Deutliche Verluste von mehr als 5 Prozent verbuchten zudem Adobe und Intuit .
Enttäuschende Geschäftszahlen von IBM samt zurückhaltenden Aussagen von Vorstandschef Arvind Krishna belasteten die gesamte IT- und Software-Branche. «In den letzten Juniwochen konnten wir beobachten, dass Kunden ihre vierteljährlichen Investitionen verstärkt auf den Kauf von Servern, Speichersystemen und Arbeitsspeicher verlagerten, um sich angesichts erwarteter Preiserhöhungen noch rechtzeitig mit der knappen Infrastruktur einzudecken», sagte er. «Diese Entwicklung wirkte sich auf das Kaufverhalten der Kunden aus.»
Im Bankensektor profitierte trotz insgesamt starker Quartalsbilanzen vorbörslich nur die Aktie von Goldman Sachs von den vorgelegten Zahlen, denn diese Bank überraschte besonders positiv mit kräftigen Erträgen und einem Gewinnsprung. Das Papier legte um knapp 4 Prozent zu. Die Papiere der anderen - Wells Fargo , Citigroup , Bank of America (BofA) und JPMorgan gaben zwischen einem und drei Prozent nach, wobei letztgenannte Aktie am deutlichsten einbüsste.
Für JPMorgan, aber auch für die BofA, wurde am Markt allerdings vor allem auf den starken Lauf der Aktien verwiesen. So hatte das JPMorgan-Papier im Juni zum Höhenflug angesetzt und bei etwas unter 344 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht, unter dem es nun in gut erreichbarer Entfernung verharrt. Das Rekordhoch der BofA ist erst eine Woche alt.
Apple verloren vorbörslich 1,0 Prozent. Die Keybanc hat die Aktie auf «Underweight» abgestuft. Die Analysten rechnen mit einer schwächeren Nachfrage nach iPhones und auch einem geringeren Wachstum der Service-Umsätze in den USA./ck/mis
(AWP)

