Die Risikobereitschaft der Anleger sei indes nach wie vor gross, schrieb Analyst Pierre Veyret vom Handelshaus ActivTrades. Nach den positiv aufgenommenen Aussagen der US-Notenbank Fed zur Leitzinsentwicklung Anfang November herrsche am Markt weiterhin gute Stimmung.

Mittlerweile spekulieren Anleger darüber, inwieweit die Zinsen im kommenden Jahr sinken dürften. Denn nach den massiven Zinserhöhungen der vergangenen Monate scheint die Inflation nun im Griff zu sein.

Zu Wochenbeginn stehen die nahe ihres Rekordhochs notierenden Aktien von Microsoft im Fokus. Ein Chaos-Wochenende beim ChatGPT-Entwickler OpenAI hat den Softwarekonzern im Wettlauf bei Künstlicher Intelligenz weit nach vorn katapultiert. Microsoft schnappt sich den herausgedrängten OpenAI-Chef Sam Altman und andere Mitarbeiter des Start-ups. Damit hat Microsoft nicht nur weiter Zugang zur Technologie von OpenAI als Grossinvestor - sondern auch einen grossen Teil ihrer Erfinder im eigenen Haus.

Viele Hintergründe des Abgangs von Sam Altman als Vorsitzender von OpenAI seien noch unklar, schrieb Analyst Rishi Jaluria von der kanadischen Bank RBC. Angesichts der erheblichen Investitionen von Microsoft in den strategischen Partner äusserte der Experte einige Bedenken. Die Anleger zeigten sich mässig erfreut von der Nachricht: Die Aktien notierten im vorbörslichen US-Handel 0,4 Prozent im Plus.

Ein positiver Analystenkommentar bescherten den Papieren von Boeing ein vorbörsliches Plus von 1,5 Prozent. Der Experte Scott Deuschle von der Deutschen Bank hatte die Anteilsscheine zum Kauf empfohlen. Er geht davon aus, dass seine These über beschleunigte Flugzeugauslieferungen keine kurze Erscheinung bleibt. Sollte er recht behalten, erwarte er eine positive Wende für die Schätzungen zum freien Barmittelfluss. Dies sollte dann auch die Aktien antreiben./la/jha/

(AWP)