Der Dow Jones Industrial wurde vom Broker IG eine Stunde vor Handelsbeginn 0,3 Prozent tiefer bei 48.321 Punkten taxiert, nachdem er am Dienstag knapp 1,8 Prozent verloren hatte. Der von Tech-Werten geprägte Nasdaq 100 wird am Mittwoch ebenfalls 0,3 Prozent im Minus bei 24.912 Zählern erwartet. Am Vortag war er um mehr als 2 Prozent abgesackt.
Nach Trumps Ankündigung von Strafzöllen gegen acht europäische Länder im Streit um Grönland warten die Anleger nun gespannt auf seinen Auftritt beim anstehenden Weltwirtschaftsforum in Davos. Trumps Rede könnte weiteren Zündstoff im Streit mit der EU bergen. «Eskaliert der Zollstreit 2.0 und kommt es zu einem Handelskrieg? Im April 2025 konnte dieser infolge des Einknickens Brüssels verhindert werden. Doch diesmal könnte die EU angesichts der Grönland-Frage einen Handelskrieg in Kauf nehmen», kommentierte Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG.
Bei den Netflix-Aktien dürfte ein enttäuschender Margenausblick schwer auf den Papieren lasten. In einem Umfeld, das nach den jüngsten Kursverlusten wegen der Politik von US-Präsident Donald Trump zumindest eine vorsichtige Stabilisierung verspricht, sackten die Titel des Streaminganbieters im vorbörslichen Handel um 7,6 Prozent ab. Sie drohen damit im offiziellen Handel an der Nasdaq unter die 82-Dollar-Marke auf ein Tief seit November 2024 zu rutschen.
Netflix hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Das Quartal sei eigentlich stark gewesen. «Doch die Märkte blicken nicht lange in den Rückspiegel», betonte Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown mit Verweis auf den enttäuschenden Margenausblick.
Der US-Konzern Johnson und Johnson schloss dank neuer Arzneien und einem florierenden Geschäft mit Medizintechnik das vergangene Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnplus ab. Für 2026 peilt Konzernchef Joaquin Duato trotz der jüngst mit der US-Regierung vereinbarten Regelung über Arznei-Rabatte weitere Steigerungen an. Allerdings fiel der Umsatz 2025 mit plus 6 Prozent etwas geringer als von Experten erwartet aus. Die Aktie geriet vorbörslich unter Druck und notierte zuletzt 3,8 Prozent im Minus.
Höhere Prämien und gute Finanzgeschäfte brachten dem US-Versicherer Travelers 2025 mehr Gewinn ein. Analysten hatten im Schnitt mit höheren Schäden und weniger Profit gerechnet. Die Titel von Travelers sanken vorbörslich zuletzt um 0,5 Prozent.
Für die Anteilsscheine von Halliburton ging es vorbörslich um 2,8 Prozent nach oben, nachdem das Fracking-Unternehmen für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie gemeldet hatte, der die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatte.
Die Titel von Kraft Heinz fielen vorbörslich um 6,9 Prozent. Wie aus einer Pflichtmitteilung des Lebensmittelunternehmens hervorgeht, könnte die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway bald einen Teil oder die gesamte Beteiligung an dem Ketchup-Hersteller verkaufen.
Die Aktien von United Airlines verteuerten sich vorbörslich um 3,0 Prozent, nachdem die Fluggesellschaft mit ihren Geschäftszahlen zum vierten Quartal die durchschnittlichen Marktschätzungen übertroffen hatte und für 2026 mit einer starken Nachfrage von kaufkräftigen Inlandsreisenden und internationalen Passagieren rechnet./edh/jha/
(AWP)

