Der Dow Jones Industrial aber dürfte angesichts eines Kurseinbruchs bei den Aktien des Krankenversicherers UnitedHealth zunächst nachgeben. Der Leitindex wurde vom Broker IG eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,5 Prozent tiefer auf 49.149 Punkte taxiert. Der von Tech-Werten geprägte Nasdaq 100 wird 0,6 Prozent im Plus erwartet.

Unter den Einzelwerten stach unter anderem UPS positiv hervor. Nach einem Umsatzrückgang im Vorjahr will der DHL-Konkurrent im laufenden Jahr wieder zulegen. Der Ausblick überraschte positiv, sodass die UPS-Aktien im vorbörslichen US-Handel um fast zwei Prozent anzogen.

Der Autokonzern General Motors (GM) will nach einem milliardenschweren Quartalsverlust seine Anleger mit einem Aktienrückkauf bei Laune halten. Die Anleger überzeugte zudem die Gewinnprognose des Unternehmens. Damit zogen dessen Anteilsscheine um 3,7 Prozent an.

Bei dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX sind die Geschäfte Ende 2025 deutlich besser gelaufen als gedacht. So erzielte der konzerneigene Triebwerkshersteller Pratt & Whitney im vierten Quartal deutlich mehr Umsatz als von Analysten erwartet. Im laufenden Jahr will RTX-Chef Chris Calio Umsatz und Gewinn des Konzerns im Tagesgeschäft weiter nach oben treiben. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die RTX-Aktien gewannen gut zwei Prozent.

Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman derweil profitiert zwar ähnlich wie die gesamte Branche von den global steigenden Rüstungsbudgets. Im vergangenen Jahr aber zahlte sich ein neuer Rekordbestand bei den Aufträgen aber noch kaum aus. Auch die Prognose für 2026 enttäuschte. Im vorbörslichen Handel geriet die Aktie unter Druck.

Abseits der Berichtssaison litten Krankenversicherer im vorbörslichen Handel stark unter regulatorischem Druck und sackten ab. So knickten die Papiere der UnitedHealth Group um 15 Prozent ein. Für CVS Health ging es um 10 Prozent nach unten. Humana rutschten um fast 17 Prozent ab.

Die US-Regierung hatte angekündigt, die Zahlungen an private Medicare-Versicherungen für die von den Konzernen betreuten, sogenannten Advantage-Pläne im nächsten Jahr quasi unverändert lassen zu lassen. Analysten hatten einen Anstieg von bis zu 6 Prozent erwartet; entsprechend gross war die Enttäuschung der Anleger. Diese waren bislang davon ausgegangen, dass Präsident Trump privaten Medicare-Plänen gegenüber wohlwollender eingestellt ist als sein Vorgänger./la/mis

(AWP)