Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den am Vortag kaum bewegten Dow Jones Industrial 1,2 Prozent tiefer auf 48.925 Punkte. Damit würde der Leitindex einen Wochenverlust von 1,4 Prozent verzeichnen. Für den Februar winkt ihm indes ein minimales Plus.

Den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 erwartet IG am Freitag ein Prozent im Minus bei 24.785 Punkten. Er hatte am Donnerstag deutlich unter den negativ aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia gelitten. Für die Woche und den Februar drohen ihm Kursabschläge von 0,9 beziehungsweise drei Prozent. Auch im bisherigen Jahresverlauf steht ein Minus zu Buche - anders als beim Dow und beim marktbreiten S&P 500 .

Vor dem Wochenende steht das wahrscheinliche Ende des Bieterkampfes um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien des Medienkonzerns verloren vorbörslich 0,9 Prozent, nachdem der Streamingriese Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu erhöhen, da der Deal dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre. Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat zuvor den Vorzug gegeben hatte.

Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von 8,3 und 4,1 Prozent positiv auf die jüngste Entwicklung. Experten begrüssten den Ausstieg von Netflix. Jefferies-Analyst James Heaney traut Netflix auch ohne den Zukauf bis 2030 jährliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20 Prozent zu.

Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte die Unternehmen indes, dass es eine Wettbewerbsprüfung geben werde. Eine Übernahme von Warner durch Paramount sei noch keine ausgemachte Sache. Auch die Wettbewerbshüter in Washington werden den Deal angesichts seiner Dimension unter die Lupe nehmen.

Die Anteilsscheine von Dell sprangen um 11,3 Prozent hoch, womit sich ein Hoch seit Mitte Dezember abzeichnet. Der Hersteller von Computern und Speichersystemen berichtete für das vergangene Quartal eine durchwachsene operative Margenentwicklung. Doch die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr übertrafen die Erwartungen. Dies galt insbesondere für den Umsatzausblick für KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an, sein Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar aufzustocken./gl/jha/

(AWP)