Der Angriff der USA auf Venezuela sorgt an den US-Märkten ebenso wenig für Verunsicherung wie an anderen Börsen weltweit. Die USA hatten am Wochenende eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Das Vorgehen hat weltweit auch für Kritik gesorgt, vor allem von den Grossmächten Russland und China.
Der Nasdaq 100 profitierte wie schon im vergangenen Jahr von den Erwartungen rund um die Künstliche Intelligenz. Der von Tech-Schwergewichten dominierte Index legte um 0,8 Prozent auf 25.407 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann ein halbes Prozent auf 6.896 Punkte. Beiden Indizes blieben weitere Rekordmarken versagt.
Die Papiere von Chevron stiegen um 2,8 Prozent. Chevron ist das einzige grosse US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela vertreten ist. Deshalb werden dem Öl-Multi besonders gute Chancen eingeräumt, vom riesigen Potenzial in dem Land zu profitieren. Venezuela verfügt Experten zufolge mit etwa 300 Milliarden Barrel über die grössten Erdölreserven weltweit.
Für die Anteilsscheine des Ölkonzerns ConocoPhillips ging es um 1,6 Prozent nach oben und Exxon Mobil gewannen 0,6 Prozent. Die Papiere des Ölfeldausrüsters Baker Hughes gewannen 4,5 Prozent. Halliburton stiegen um 7 Prozent und SLB (vormals Schlumberger ) um 7,5 Prozent.
Im Investorenfokus sind weiterhin Aktien von Speicherchip- und Halbleiterausrüstungs-Herstellern, die vom anhaltenden Optimismus in puncto Künstliche Intelligenz profitieren. Die Aktien von Applied Materials , Lam Research , ARM und KLA gewannen zwischen 4 und 5,5 Prozent./bek/jha/
(AWP)
