Geprägt war die turbulente Handelswoche von geopolitischen und handelspolitischen Spannungen wie dem vorerst entschärften Konflikt um Grönland und den zurückgenommenen Strafzolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Länder. Die Stimmung der US-Verbraucher hellte sich im Januar unterdessen stärker auf als erwartet, wie am Freitag eine zweite Schätzung des von der Universität Michigan erhobenes Konsumklimas zeigte.

Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor gut zwei Stunden vor Börsenschluss 0,76 Prozent auf 49.009 Punkte. Der marktbreite S&P 500 bewegte sich bei 6.912 Punkten knapp unter seinem Vortagesschluss. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,35 Prozent auf 25.607 Zähler. Auf Wochensicht notieren Dow und S&P 500 aktuell im Minus, während sich für den Nasdaq 100 ein moderates Plus abzeichnet.

Von der Verunsicherung am Markt profitierten am Freitag erneut die Edelmetalle. So stieg der Preis für Silber erstmals über 100 Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm). Gold nähert sich der 5.000-Dollar-Marke. Aktien von Silber-Produzenten folgten vor dem Wochenende dem steigenden Silberpreis und zogen ebenfalls an: Bei Pan American Silver , First Majestic , Wheaton und Hecla Mining gab es Aufschläge von bis zu 3,4 Prozent.

Der Chipkonzern Intel wird auf seinem Sanierungskurs von Lieferengpässen gebremst. Das Umsatzziel für das laufende Quartal enttäuschte die Wall Street: Die Intel-Aktien sackten um mehr als 17 Prozent ab. Allerdings hatten sie seit dem Jahreswechsel einen Kursanstieg von fast 50 Prozent hingelegt. Für JPMorgan-Analyst Harlan Sur war der Kursanstieg zu viel des Guten. Er hob sein Kursziel zwar an, blieb aber bei seinem «Underweight»-Votum. Die Quartalszahlen des Halbleiterkonzerns fand er besser als erwartet, den Ausblick aber enttäuschend.

Für die Papiere von Nvidia ging es um 1,7 Prozent nach oben. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, haben chinesische Beamte dem grössten Technologiekonzernen des Landes den Kauf von Nvidias H200-KI-Chips erlaubt.

Die Papiere von Booz Allen Hamilton sprangen um 6,4 Prozent hoch. Das auf Technologie und Verteidigung spezialisierte Beratungsunternehmen punktete bei Analysten mit dem Ausblick./ajx/he

(AWP)