Der von Tech-Werten dominierte Nasdaq 100 legte um 0,43 Prozent auf 25.435 Zähler zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,36 Prozent auf 6.900 Punkte hoch.
Für die deutlichen Kursgewinne am Mittwoch hatte die Nachricht gesorgt, dass es keine US-Strafzölle gegen acht europäische Länder einschliesslich Deutschland zum 1. Februar geben soll, die Donald Trump wegen des Streits um Grönland angedroht hatte.
Der US-Präsident hatte zudem ein Rahmenabkommen mit der Nato zur Beilegung des jüngsten Streits um Grönland angekündigt. Zuvor hatte Trump noch seinen Anspruch bekräftigt, Grönland müsse aus Sicherheitsgründen an die USA übergehen, gleichzeitig aber in diesem Fall die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen. Anleger atmen nun weiter durch, bleiben aber ob der Unberechenbarkeit Trumps auf der Hut.
Am US-Aktienmarkt bewerten die Anleger auch am Donnerstag weitere Quartalszahlen von Unternehmen, etwa vom Konsumgüterhersteller Procter & Gamble . Dessen Umsatz legte im zweiten Geschäftsquartal aufgrund einer mauen Nachfrage kaum zu. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte stagnierten die Erlöse sogar, während Analysten ein kleines Plus erwartet hatten. Vorbörslich noch tiefer, gewannen die Aktien zuletzt fast 2 Prozent und könnten den Abwärtstrend seit März 2025 brechen.
GE Aerospace gab besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt. Zudem geht der Triebwerkhersteller davon aus, dass die anhaltende Nachfrage nach Flugreisen dazu beitragen wird, die bestehenden wirtschaftlichen Bedenken auszuräumen. Der Gewinnausblick auf 2026reichte nach dem Kursanstieg von 85 Prozent im letzten Jahr aber nicht mehr aus, die Anleger zu begeistern. Die Aktien büssten 4 Prozent ein.
Die Papiere des Gesundheitskonzerns Abbott Laboratories sackten nach der Vorlage von Zahlen für das Schlussquartal um fast 7 Prozent ab. Der Umsatz verfehlte die Erwartungen. Zudem enttäuschte der Ausblick auf das erste Quartal.
Die Nachricht, dass der chinesische Online-Händler Alibaba den Börsengang seiner Chip-Sparte vorbereitet, liess die in den USA gehandelten Anteile um 4,4 Prozent steigen.
Freeport McMoran sanken um 1,8 Prozent. Der Quartalsgewinn des Kupferproduzenten übertraf die Erwartungen von Analysten, die Kupferproduktion im vierten Quartal lag aber klar unter den Vorjahreswerten und auch etwas unter den Schätzungen der Experten. Auch stiessen sich Marktteilnehmer an den Investitionsausgaben für 2026. Die Papiere befinden sich gleichwohl seit November im Rally-Modus und kratzen am Rekordhoch aus dem Jahr 2008. Die Nachfrage nach Kupfer treibt den Kurs./ajx/he
(AWP)

