Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es am Mittwoch um ein Prozent auf 29.352 Punkte aufwärts. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 7.447 Zähler. Die beiden Börsenbarometer hatten im Handelsverlauf Höchststände erreicht.

Der Dow Jones Industrial hingegen gab um 0,2 Prozent auf 49.673 Punkte nach. Der nicht von Tech-Aktien dominierte Leitindex litt unter Inflationssorgen, denn die Erzeugerpreise waren überraschend stark gestiegen.

Die infolge des Iran-Kriegs höheren Energiekosten trieben im April die Preise auf Erzeugerebene. Diese beeinflussen tendenziell die Verbraucherpreise, an denen die Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Preisentwicklung steht besonders im Fokus an den Finanzmärkten. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins Ende April unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gehalten.

Mit Blick auf die Technologie-Werte setzten die Anleger nach der Vortagskorrektur wieder auf Titel, die von dem Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitieren könnten. Die Fantasie im Sektor wird auch mit der hochrangigen US-Delegation begründet, die mit Trump nach in China gereist ist. Neben dem Nvidia-Chef Jensen Huang gehören ihr auch Elon Musk von Tesla und Tim Cook von Apple an.

Trump will bei seinem Besuch in Peking auf bessere Bedingungen für amerikanische Unternehmen drängen. Der Besuch gilt als wichtiger Test für das Verhältnis der beiden weltweit grössten Volkswirtschaften.

Börsianern zufolge wird darüber hinaus darauf gehofft, dass die KI-Rally bei Unternehmen aus den Chip- und Speicherbranchen in Zeiten des knappen Angebots dieser Produkte noch mehr Aufwärtspotenzial bietet. So zogen Micron um fast 4 Prozent und Marvell Technology um gut 8 Prozent an. Die für grosse Schwankungen bekannten Titel von Wolfspeed , in die seit Tagen schon neue Kursfantasie gekommen ist, schnellten um knapp 18 Prozent hoch.

Abseits der Tech-Branche sackten die Birkenstock-Aktien um gut 13 Prozent ab. Der deutsche Sandalenhersteller, dessen Papiere in New York gehandelt werden, enttäuschte Experten zufolge mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung im zweiten Geschäftsquartal. Experte Luca Solca von Bernstein schrieb, die jüngsten Zweifel von Anlegern würden davon nicht ausgeräumt./la/he

(AWP)