Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 0,2 Prozent auf 47.804 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 6.767 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,4 Prozent auf 24.809 Punkte abwärts. Tags zuvor hatten sich Dow und Nasdaq 100 mit Gewinnen von jeweils knapp 3 Prozent deutlich von ihren Ende März erreichten Tiefs abgesetzt.

Für etwas Belastung sorgt Marktexperten zufolge, dass die Strasse von Hormus derzeit faktisch weiter geschlossen ist. Nur wenige Schiffe haben seit der Ankündigung der Waffenruhe die für den Rohöl- und Flüssiggas-Transport global wichtige Meeresenge passiert. Von mehreren Seiten wird übereinstimmend berichtet, dass der Iran in der Strasse von Hormus eine Art Mautstellen-System eingeführt hat.

Obendrein gab es massive Angriffe Israels im Libanon, weshalb der Iran nun droht, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. US-Präsident Donald Trump droht seinerseits ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Laut der US-Regierung sollen am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, um über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu sprechen.

Die US-Wirtschaft wuchs im Schlussquartal 2025 um 0,5 Prozent und damit schwächer als erwartet. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche stärker als prognostiziert. Die privaten Einkommen fielen im Februar unerwartet, während die privaten Konsumausgaben im Januar geringer als geschätzt zulegten. Der Anstieg des Preisindex PCE verharrte im Februar wie erwartet bei 2,8 Prozent. Der PCE ist das bevorzugte Preismass der US-Notenbank Fed und wird an den Finanzmärkten stark beachtet.

Die Aktien von CoreWeave fielen um 3,4 Prozent. Der Anbieter von Cloud-Kapazität im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) gab eine deutlich ausgebaute, langfristige Vereinbarung mit dem Betreiber sozialer Netzwerke Meta bekannt. Bis Dezember 2032 stellt CoreWeave dem Facebook-Mutterkonzern Rechenleistung im Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar bereit. Die Meta-Papiere gewannen 2,1 Prozent.

Für die Titel von Constellation Brands ging es um 5,3 Prozent nach oben. Der Alkoholkonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss Zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt, die besser als erwartet ausgefallen waren. Der Ergebnisausblick auf das laufende Geschäftsjahr blieb aber hinter den Markterwartungen zurück.

Die Anteilscheine von Marvell Technology verbuchten einen Kursanstieg von 4,1 Prozent, nachdem Barclays die Aktien des Herstellers von Halbleiterprodukten auf «Overweight» hochgestuft hatte. Die Papiere von Zscaler sackten hingegen um 7,6 Prozent ab. Der Finanzdienstleister BTIG hatte die Titel des Experten für IT-Sicherheit auf «Neutral» abgestuft./edh/he

(AWP)