Die Sorgen über belastende Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Geschäftsmodelle von Unternehmen und ganzen Branchen lastete zuletzt auf den Börsen. «Die Aktienmärkte scheinen die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen angesichts der durch KI verursachten Umbrüche auf die Probe zu stellen», schrieb Axel Botte, Chefstratege des Investmenthauses Ostrum Asset Management. Die Risikoscheu nehme zu, die Märkte reagierten wie so oft reflexartig auf Abwärtsrisiken für die Aktienkurse und wendeten sich risikofreieren Anlagen zu.
Der technologielastige Nasdaq 100 gewann am Mittwoch 0,3 Prozent auf 24.772 Punkte. Der marktbreite S&P 500 stieg ebenfalls um 0,3 Prozent auf 6.862 Zähler.
Die Aktien des Chip-Giganten Nvidia verbuchten ein Plus von 1,8 Prozent. Sie profitierten davon, dass der Social-Media-Riese Meta in den nächsten Jahren eine Millionenzahl von Nvidia-Prozessoren einsetzen will. Experten sehen darin einen Schritt, um die bereits enge Beziehung beider Unternehmen zu festigen. Meta-Aktien gaben um 1 Prozent nach.
Nvidia hat zudem laut einem Bericht an die Börsenaufsicht SEC Beteiligungen neu strukturiert. Neben dem Einstieg beim Halbleiter-Designer Synopsys ging daraus hervor, dass Anteile an den Unternehmen Applied Digital und Recursion Pharmaceuticals verkauft wurden. Deren Aktien gerieten mit jeweils minus fast 8 Prozent unter Druck.
Die Saison der Quartalsberichte bot gemischte Nachrichten: Das Cybersicherheits-Unternehmen Palo Alto Networks enttäuschte Anleger mit den Jahresprognosen, wie der Kursrutsch von 8,5 Prozent zeigte. Besser kamen die Resultate von Analog Devices und Cadence Design Systems an, deren Titel um 2,5 respektive 6 Prozent anzogen./bek/he
(AWP)

