Der Dow Jones Industrial verlor rund zwei Stunden vor dem Handelsschluss 0,40 Prozent auf 38 737,20 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,35 Prozent auf 5184,44 Zähler abwärts. Der Nasdaq 100 verlor 0,17 Prozent auf 18068,40 Punkte.

«Die US-Verbraucherpreise für März haben eine hohe Bedeutung für die Frage, ob die Fed beim Zinsentscheid im Juni tatsächlich die Leitzinswende vollziehen kann», sagten die Experten der Dekabank. Auch sie rechnen mit einem relativ hohen Preisanstieg im Vergleich zum Vormonat.

Laut Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets setzten die Anleger daher nun zunehmend auf die Berichtssaison. «Die Zeit, in der sich der Aktienmarkt auf schnelle Hilfe der US-Notenbank Fed verlassen konnte, ist vorbei», schrieb er. So komme die Berichtssaison gerade zur richtigen Zeit. Am Freitag geht es mit den Bilanzen der Grossbanken JPMorgan , Citigroup und Wells Fargo los. Zugleich steige aber der Druck, was die Unternehmensgewinne angehe, da sie die mittlerweile ambitionierten Bewertungen an der Wall Street stützen müssten.

Unter den Einzelwerten büssten Boeing im Dow nach schwachen Auslieferungszahlen im März und einem Zeitungsbericht 1,6 Prozent ein. Die «New York Times» berichtete, dass die US-Luftfahrtbehörde FAA die Beschwerde eines Whistleblowers über Sicherheitsprobleme beim 787 Dreamliner untersucht. Laut einem Boeing-Ingenieur, der an dem Flugzeug arbeitete, wurden Teile des Rumpfes unsachgemäss befestigt, sodass das Flugzeug mit der Zeit geschwächt werden könnte, berichtete die Zeitung. Dagegen hiess es von Seiten des Flugzeugbauers gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass die Behauptungen unzutreffend seien und nicht die umfassenden Arbeiten von Boeing darstellten, um die Qualität und langfristige Sicherheit des Flugzeugs zu gewährleisten.

Micron gaben im Nasdaq-Auswahlindex 0,9 Prozent nach. Laut der «DigiTimes» will der Halbleiterkonzern die Preise für bestimmte Speicherchips stark anheben.

Eine enttäuschende Prognose des US-Cannabis-Anbieters Tilray sorgte für einen Kurseinbruch der Aktie von 20,5 Prozent. Der Hersteller und Vertreiber von medizinischem Cannabis rechnet nicht mehr damit, 2024 einen positiven Barmittelzufluss zu erwirtschaften.

Die Papiere von Blackberry stiegen um 6,1 Prozent, während AMD um 0,5 Prozent nachgaben. Der kanadische Anbieter mobiler Kommunikationssysteme kündigte eine Kooperation mit AMD rund um Robotersysteme für die Industrie an./ck/he

(AWP)