Im Fokus stehen die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Diese hätten die Sorge vor einem sich ausweitenden Handelskonflikt am Leben gehalten, sagten Marktteilnehmer. Trump hatte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf den Import von Autos in die USA in Aussicht gestellt. Er will sich am 2. April konkreter dazu äussern. Wenngleich Beobachter das Vorgehen Trumps weiterhin eher als Verhandlungsmasse in den internationalen Handelskonflikten sehen, schürt die Debatte weiter Unsicherheit mit Blick auf die Preisentwicklung. Es wird befürchtet, dass Importzölle die Inflation wieder anheizen könnten.
Damit rückt auch das im Handelsverlauf anstehende Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank in den Fokus. Händler dürften dieses nach Hinweisen auf die Zinsaussichten und auf die Auswirkungen der US-Zollpolitik durchleuchten. «Das Fed-Protokoll hat das Potenzial, die Volatilität am Aktienmarkt zu erhöhen, wenn die Notenbank-Mitglieder die möglichen Auswirkungen von Trumps jüngsten politischen Initiativen und Entscheidungen auf die Inflation eingehender diskutiert haben sollten», sagte Ulrich Urbahn, Leiter Multi-Asset-Strategie und Research bei der Privatbank Berenberg.
Unter den Einzelwerten sackten die Aktien von Celanese um gut ein Fünftel ab. Das Chemieunternehmen berichtete von einer anhaltend schwachen globalen Nachfrage auf den Endmärkten.
Um mehr als 22 Prozent brachen die Papiere von Bumble ein. Die Online-Dating-Plattform enttäuschte mit ihrem Ausblick in wesentlichen Punkten.
Shift4 Payments verloren nach dem Rekordhoch am Vortag 15 Prozent. Das Unternehme für Zahlungsverarbeitung enttäuschte mit dem Ergebnisausblick.
Für Analog Devices ging es um mehr als zwei Prozent nach oben. Der Halbleiterhersteller hatte mit seinem Gewinn je Aktie im ersten Geschäftsquartal positiv überrascht und zudem Aktienrückkäufe angekündigt./ajx/h
(AWP)