Der Leitindex Dow legte um 0,49 Prozent auf 48.739,41 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,78 Prozent auf 6.869,50 Zähler. Für den technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq 100 ging es um 1,51 Prozent auf 25.093,68 Punkte nach oben.

Die Anleger blickten weiter gen Nahost. Am fünften Tag des Iran-Kriegs setzten die Konfliktparteien ihre Angriffe unvermindert fort. Die israelische Armee startete nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle und nahm Ziele der Führung in Teheran ins Visier. Der Iran attackierte weiterhin Golfstaaten.

Derweil war in einem Zeitungsbericht vage über die Bereitschaft des Iran zum Ende des Kriegs berichtet worden. Dies aber wurde laut einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim durch den Geheimdienst des Irans zurückgewiesen.

Der Marktstratege Louis Navellier von Navellier & Associates merkte an, dass dieser Mittwoch ein Beispiel dafür sei, wie geopolitische Risiken oft kurzfristige Kaufgelegenheiten böten. Dies könnte sich zwar ändern, wenn sich der Iran-Konflikt verschärft, aber derzeit «befinden wir uns in einem vorsichtigen Aufwärtstrend».

Unter den Einzelwerten zogen die Aktien von Moderna an der Spitze des S&P 500 um rund 16 Prozent an. Das Biotech-Unternehmen hatte sich bereiterklärt, dem Unternehmen Genevant 950 Millionen US-Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit im Zusammenhang mit der Liefertechnologie hinter seinem Covid-Impfstoff beizulegen. Analysten zufolge fällt die Vergleichssumme niedriger aus als befürchtet.

Zweitbester Wert im Index waren Coinbase mit plus 14,6 Prozent. Die Handelsplattform für Kryptowährungen profitierte von dem deutlichen Anstieg des Bitcoins zur Wochenmitte. Dies zeugt laut Timo Emden, Analyst bei Emden Research, von einer bemerkenswerten Stabilität angesichts des andauernden Nahostkonflikts. Am Markt herrsche derzeit das Prinzip Hoffnung, dass die Konfliktparteien schon bald am Verhandlungstisch sitzen könnten.

Im Kielwasser dessen setzten sich die Aktien von Strategy mit einem Plus von gut zehn Prozent an die Spitze des Nasdaq 100. Der ehemals unter dem Namen Microstrategy bekannte Software-Hersteller agiert heute vor allem als Bitcoin-Entwickungsunternemen.

Die Anteilsscheine von Ross Stores setzten ihre zuletzt unterbrochene Rekordjagd fort und kletterten um acht Prozent nach oben. Die Discounter-Kette hatte mit ihrem Gewinnausblick überzeugt.

Für die Papiere von Webtoon Entertainment aber ging es um mehr als neun Prozent abwärts. Die Comic-Plattform hatte mit dem Umsatz im vierten Quartal enttäuscht./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

(AWP)