Der Dow Jones Industrial endete 0,17 Prozent tiefer bei 49.359,33 Punkten. Daraus resultierte ein Wochenverlust von 0,3 Prozent. Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 0,06 Prozent auf 6.940,01 Zähler abwärts. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 sank um 0,07 Prozent auf 25.529,26 Punkte, woraus sich ein Wochenminus von knapp einem Prozent ergab.
Trump äusserte sich zurückhaltend zu der am Markt erwarteten Nominierung von Kevin Hassett als Nachfolger von Notenbankchef Jerome Powell. Er wolle seinen Wirtschaftsberater eigentlich in dessen aktuellem Job behalten, sagte Trump bei einem Auftritt in Washington. Hassett, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weissen Haus, gilt als umstritten, da er wie der US-Präsident eine sehr lockere Geldpolitik befürwortet und damit das Risiko steigender Inflation in Kauf nimmt.
Aus Branchensicht standen Bau- und Immobilienwerte in der Anlegergunst ganz oben, gefolgt vom Industriesektor. Versorgeraktien wurden hingegen mit am stärksten gemieden. Dazu trugen auch die Papiere von Constellation Energy bei, die um knapp 10 Prozent absackten. Händlern zufolge reagierten Anleger auf die wachsenden regulatorischen Risiken, nachdem die jüngsten Massnahmen der US-Regierung zur Begrenzung der Netzauktionen Bedenken hinsichtlich der künftigen Gewinne der Stromversorger aufkommen liessen.
Die Anteilsscheine von Mosaic standen mit einem Abschlag von 4,5 Prozent negativ im Rampenlicht. Das Unternehmen enttäuschte die Anleger, indem es für das vierte Quartal von einem deutlichen Rückgang der Düngemittelnachfrage in Nordamerika berichtete. Laut dem Experten Andrew Wong von RBC unterstreicht dies schwache Marktbedingungen bei Düngemitteln.
Derweil setzte sich die Tendenz fort, dass viele Analysten zum Jahresbeginn ihre Aktienfavoriten neu definieren. So geschehen bei JPMorgan, deren Experte Stephen Tusa die Papiere des Mischkonzerns Honeywell hochstufte und jene des Mischkonzerns 3M abwertete. Honeywell verteuerten sich um 2,1 Prozent, während 3M um 1,9 Prozent nachgaben.
Morgan Stanley gab im Konsumgüterbereich zwei bisher optimistische Urteile auf, worauf hin die Aktien von Kraft Heinz und JM Smucker um 2,9 beziehungsweise 2,6 Prozent fielen. Analystin Megan Clapp stellte in ihrer Studie fest, dass der US-Lebensmittelmarkt erhöhten Wettbewerbsrisiken ausgesetzt sei./edh/nas
(AWP)

