Nach erneuten Drohungen gegen die Führung in Teheran hat US-Präsident Donald Trump die Gefahren einer neuen Eskalation im Iran-Krieg heruntergespielt. «Ich glaube nicht, dass er wieder aufflammt», sagte er bei einer Pressekonferenz. Stattdessen rechne er damit, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde. Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump mit weiteren US-Angriffen in der Nacht zum Donnerstag gedroht.
Der marktbreite S&P 500 gab um 0,28 Prozent auf 7.482,71 Zähler nach. Der von Tech-Giganten wie Nvidia , Apple , Microsoft und Amazon dominierte Nasdaq 100 schloss 0,27 Prozent höher auf 29.252,56 Punkten.
Während die Preise für Öl und Gas stark stiegen, hielten sich die Verluste an den US-Aktienbörsen in Grenzen. Trump habe in den vergangenen Monaten mehrfach gezeigt, dass seine Rhetorik oft schärfer sei als die späteren politischen Massnahmen, sagte Stratege Matthew Ryan vom Finanzdienstleister Ebury. «Vieles spricht dafür, dass es aktuell erneut eine klassische Verhandlungstaktik im Trumpschen Sinne ist». Die ruhige Reaktion der Märkte deute darauf hin, dass viele Investoren diese Einschätzung teilen.
Aktien der Öl- und Gasproduzenten Chevron und ConocoPhillips profitierten vom Anstieg der Energiepreise, sie legten um 1,1 respektive 2,1 Prozent zu. Die Kurse von Fluggesellschaften wie American Airlines , Delta Air Lines und United Airlines fielen um bis zu gut vier Prozent, hier drohen höhere Treibstoffkosten.
Papiere von Broadcom legten um fast fünf Prozent zu. Der Chip-Hersteller geht eine neue Vereinbarung mit Apple mit einem Volumen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar ein. Der iPhone-Hersteller will von Broadcom mehr als 15 Milliarden Chips in den USA produzieren lassen. Apple-Aktien stiegen um knapp ein Prozent.
Die Aktien von FuelCell Energy brachen um mehr als 13 Prozent ein. Das Wasserstoff-Unternehmen hatte eine Kapitalerhöhung um 200 Millionen Dollar angekündigt und diese wenig später auf 225 Millionen Dollar ausgeweitet.
Die Papiere des Halbleiter-Unternehmens Navitas sackten um 4,5 Prozent ab. Der Wettbewerber Wolfspeed hat bei einem US-Bezirksgericht im Staat Delaware Klage gegen Navitas wegen angeblicher Patentverletzungen eingereicht. Wolfspeed-Titel gaben leicht nach./bek/he
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
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