Der Dow Jones Industrial notierte am Montag im späteren Handel 0,9 Prozent tiefer bei 49.078 Punkten. Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf 7.208 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,2 Prozent auf 27.668 Punkte abwärts.
Erstmals seit Beginn der Waffenruhe haben sich die Spannungen am Persischen Golf wieder deutlich zugespitzt. Nach offiziellen Angaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist nach einem iranischen Drohnenangriff ein Grossbrand in einem Industriegebiet ausgebrochen. Ausserdem fing das Militär der VAE weitere Raketen aus dem Iran ab. Die Emirate behalten sich eigenen Angaben zufolge das Recht auf eine Reaktion vor.
Unterdessen zerstörten die USA mehrere iranische Schnellboote. Der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten. Zuvor hatten die Vereinigten Staaten dementiert, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff mit Raketen getroffen haben. Centcom teilte mit, entsprechende Berichte iranischer Medien seien falsch. Für etwas Hoffnung hatte die Nachricht gesorgt, dass zwei Handelsschiffe, die unter US-Flagge fahren, nach Angaben des US-Militärs die Strasse von Hormus passiert haben.
Der Videospiele-Händler Gamestop will die viel grössere Online-Handelsplattform Ebay übernehmen. Das Angebot ist rund 56 Milliarden US-Dollar schwer, und zwar in Form von Bargeld und Aktien, wie Gamestop-Chef Ryan Cohen dem «Wall Street Journal» sagte. Nach einer Übernahme will er das fusionierte Unternehmen führen. Gamestop bietet 125 US-Dollar je Ebay-Aktie. Das entspreche einem Aufpreis von 20 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag, betonte Cohen. Die Ebay-Papiere stiegen um 5,7 Prozent auf 110 Dollar, während die Gamestop-Titel um 7,3 Prozent nachgaben.
Die Aktien von Logistikunternehmen gerieten deutlich unter Druck, nachdem der Onlinehandels- und Technologieriese Amazon angekündigt hatte, sein Logistiknetzwerk für alle Unternehmen zu öffnen. Die US-Bank Morgan Stanley bezeichnete die Nachricht als «Wendepunkt» für den nordamerikanischen Güterverkehr, der Paket- und Luftfrachtunternehmen voraussichtlich am stärksten treffen werde. Die Papiere von UPS und Fedex brachen um 9,4 beziehungsweise 8,5 Prozent ein. Für Amazon-Titel ging es um 1,2 Prozent hoch./edh/he
(AWP)

