Nach den deutlichen Kursverlusten, die den Dow am Freitag nahe 45.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit September gedrückt hatten, stieg der Leitindex nun um 0,3 Prozent auf 45.320 Zähler. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,2 Prozent auf 6.359 Einheiten nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 0,5 Prozent auf 23.023 Punkte.

An den vom Iran-Krieg beeinflussten Ölmärkten blieb die Lage angespannt, nachdem die islamistische Huthi-Miliz am Samstag an der Seite Teherans in den Krieg eingetreten war. Trump erwägt laut dem «Wall Street Journal» einen Einsatz von Bodentruppen zur Bergung von hoch angereichertem iranischem Uran. Weiterhin ein Thema bleibt auch eine mögliche Einnahme der Ölinsel Charg.

«Da das iranische Regime weiterhin an der Macht ist und die faktische Kontrolle über die Strasse von Hormus hat, die globalen Energiereserven sinken und sich angereichertes Uran noch immer im Land befindet, ist ein Weg zu einer für alle Seiten akzeptablen Verhandlungslösung kaum absehbar», schrieb ein Expertenteam der Bank UBS um den Anlagestrategen Mark Haefele. Die Fachleute raten deshalb weiterhin zu einer Strategie der Risikoabsicherung.

Am Anleihenmarkt fielen die Renditen zwar nach Aussagen des Notenbank-Vorsitzenden deutlich, doch dies konnten den Börsen keine entscheidenden Impulse verleihen. Jerome Powell dämpfte die Erwartungen auf eine mögliche Leitzinsanhebung zur Bekämpfung des ölpreisbedingten Teuerungsschubs. Die Inflationserwartungen scheinen «über den kurzfristigen Horizont hinaus gut verankert zu sein», sagte er bei einer Veranstaltung der Harvard Universität in Cambridge.

Dynamik zeigten im Metallbereich die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa . Sie schnellten um fast acht Prozent hoch, nachdem am Wochenende iranische Angriffe auf Aluminiumwerke am Persischen Golf für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Die Anteilscheine des Wettbewerbers Century Aluminium zogen um gut fünf Prozent an.

Am S&P-500-Ende sackten die Papiere des Lebensmittel-Grosshändlers Sysco um fast 15 Prozent ab. Belastend wirkte hier die geplante Übernahme der Firma Jetro Restaurant Depot.

Aktien von Chipherstellern knüpften an ihren jüngsten Kursrutsch an. So rutschten Marvell Technology um gut sieben und Micron Technology um mehr als acht Prozent ab. In der vergangenen Woche hatten Forschungsergebnisse der Google-Mutter Alphabet für Aufruhr gesorgt. Diese könnten eine effizientere Nutzung des für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz benötigten Speicherplatzes ermöglichen./la/he

(AWP)