Nach den deutlichen Kursverlusten, die den Dow am Freitag nahe 45.000 Punkten auf den tiefsten Stand seit September gedrückt hatten, stieg der Leitindex nun um 0,4 Prozent auf 45.343 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es geringfügig auf 6.373 Zähler hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,2 Prozent auf 23.088 Punkte nach.
An den vom Iran-Krieg beeinflussten Ölmärkten blieb die Lage jedoch angespannt, nachdem die islamistische Huthi-Miliz am Samstag an der Seite Teherans in den Krieg eingetreten war. Trump erwägt derweil laut dem «Wall Street Journal» einen Einsatz von Bodentruppen zur Bergung von hoch angereichertem iranischem Uran. Weiterhin ein Thema bleibt auch eine mögliche Einnahme der Ölinsel Charg.
«Da das iranische Regime weiterhin an der Macht ist und die faktische Kontrolle über die Strasse von Hormus hat, die globalen Energiereserven sinken und sich angereichertes Uran noch immer im Land befindet, ist ein Weg zu einer für alle Seiten akzeptablen Verhandlungslösung kaum absehbar», schrieb ein Expertenteam der Bank UBS um den Anlagestrategen Mark Haefele. Die Fachleute raten deshalb weiterhin zu einer Strategie der Risikoabsicherung.
Die Ölpreise blieben hoch, ein Fass der US-Sorte WTI kostete zuletzt wieder mehr als 100 US-Dollar. Dies führte dazu, dass Aktien der Ölkonzerne Chevron und Exxonmobil um bis zu 1,6 Prozent stiegen.
Noch mehr Dynamik zeigten im Metallbereich die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa . Sie schnellten um fast 10 Prozent hoch, nachdem am Wochenende iranische Angriffe auf Aluminiumwerke am Persischen Golf für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Die Anteilscheine des Wettbewerbers Century Aluminium zogen ebenfalls um knapp zehn Prozent an.
Unter den besten Werten im S&P 500 profitierten Crowdstrike mit einem Plus von fast fünf Prozent von einem positiven Analystenkommentar. Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz treibe die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens aus den Bereichen Cybersicherheitstechnologie und Informationssicherheit, schrieb Experte Joshua Tilton von Wolfe Research.
Am Index-Ende sackten die Papiere des Lebensmittel-Grosshändlers Sysco um mehr als zwölf Prozent ab. Belastend wirkte hier die geplante Übernahme der Firma Jetro Restaurant Depot./la/he
(AWP)

