Auch am Berichtstag liefere aber die Berichtsaison Impulse, die punktuell für Bewegung sorgten. Dabei kommen diese am Mittwoch vor allem aus dem Ausland, sagt ein Händler und verwiest etwa auf die Zahlen von LVMH oder Danone, von deren Zahlen die Anleger dann Rückschlüsse auf die hiesigen Unternehmen machen würden. Hierzulande wurden am Berichtstag "nur" Zahlen von Unternehmen aus den hinteren Rängen veröffentlicht. Dabei gab es Licht und Schatten. Am Donnerstag stehen dann mit Holcim, Nestlé, Roche und VAT gleich vier Blue Chips im Rampenlicht

Der SMI gibt bis um 11.15 Uhr um 0,45 Prozent nach auf 11'180,72 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, fällt um 0,51 Prozent auf 1766,76 und der breite SPI um 0,45 Prozent auf 14'478,13 Zähler. Von den 30 SLI-Werten sind 26 schwächer und vier etwas fester.

An der Spitze der Verlierer stehen Lindt & Sprüngli PS (-2,2%), die am Tag nach dem Halbjahresbericht weiter nachgeben. Dabei seien die Ergebnissen besser als erwartet ausgefallen. Aber die Papiere seien halt teuer bewertet und der Ausblick sei ein wenig vorsichtig ausgefallen, sagt ein Händler.

Bei den Anteilen von Kühne+Nagel (-1,9%), Adecco (-0,9%), VAT (-1,4%), Logitech (-1,4%) und AMS Osram (-0,7%) führen Händler Gewinnmitnahmen als Grund für die Kursschwäche an. Logitech hatten am Vortag nach den Quartalszahlen 12 Prozent gewonnen.

Die Papiere von Richemont (-1,5%) und Swatch (-1,2%) würden im Sog der als enttäuschend beurteilten Zahlen von LVMH verkauft. Der Weltmarktführer habe Zweifel geweckt, ob der Boom bei den Luxusgüterwerten Bestand haben könne, meint ein Händler. "Die Branche scheint an Glanz zu verlieren."

Die Anteile von Nestlé ermässigen sich am Tag vor dem Halbjahresbericht um 0,1 Prozent. Händler verweisen auf Danone. Der französische Rivale Danone hat im ersten Halbjahr die Preise kräftig erhöht. Dafür gingen die Volumen etwas zurück. Die Danone-Aktie büsst mehr als zwei Prozent ein. Die Titel von Holcim (-0,7%) und Roche (-0,1%) schwächen sich am Tag vor der Bilanzvorlage ebenfalls etwas ab.

Fester notieren die Finanzwerte der Bank Julius Bär (+0,6%), Zurich (+0,02%) und von Partners Group (+0,1%). UBS büssen hingegen 0,6 Prozent ein. SGS (+0,1%) profitieren derweil von guten Zahlen des Konkurrenten Bureau Veritas.

In den hinteren Reihen fallen EFG (+3,5%) nach Zahlen positiv auf. Der Vermögensverwalter hat die Erwartungen übertroffen und konnte vor allem mit den hohen Nettoneugeldern und einem neuen Aktienrückkaufprogramm punkten.

Auch die Titel des IT-Grosshändlers Also (+2,9%) ziehen nach den Zahlen an. Zwar ist der Umsatz stärker als erwartet gesunken, dafür konnte Also beim Gewinn die Erwartungen übertreffen.

Dagegen sind Cosmo (-3,3%) nach Zahlen schwächer. Tornos (-2,1%) büssen ebenfalls an Wert ein. Der Werkzeugmaschinenhersteller Tornos hat im ersten Halbjahr 2023 den Umsatz leicht gesteigert, aber weniger Auftragseingänge verbucht. Bezüglich einer Fusion mit dem Werkzeugmaschinen-Hersteller Starrag sagte Tornos, die Abklärungen seien im Gange.

Die Aktien von Idorsia (-7,0%) sacken nach einer Reihe von Kurszielsenkungen deutlich ab. Und auch beim Höhenflieger Kuros (-7,0%) geht es für einmal bergab.

pre/ra