"Das Fed-Protokoll offenbart eine restriktive Tendenz sowie Uneinigkeit über das Tempo künftiger Zinserhöhungen", so das Fazit etwa der Credit Suisse. Die Marktteilnehmer rechneten nun mit über längere Zeit erhöhten Zinsen in den USA und würden eine weitere Zinserhöhung im Juli und eine erste Zinssenkung nicht vor Juni 2024 einpreisen, so die CS weiter. Die Investoren schauen deshalb auch gebannt auf den am Freitag angesagten offiziellen monatlichen Arbeitsmarktbericht der USA. Dieser ist einer der wichtigsten Indikatoren für das Fed mit Blick auf das weitere Zinsgeschehen.

Der SMI steht um 9.15 Uhr 0,66 Prozent tiefer bei 11'119,72 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gibt 0,72 Prozent auf 1737,50 Punkte nach und der breite SPI 0,70 Prozent auf 14'637,36 Punkte. Von den SLI-Aktien notieren bis auf Zurich alle tiefer.

Die deutlichsten Verluste erleiden in der Eröffnungsphase AMS Osram (-3,2%), welche am Vortag nach Unterschreiten einer charttechnisch wichtigen Unterstützung bereits um über 13 Prozent eingebrochen waren.

Klar unter Druck stehen auch Geberit (-1,7%). Die Titel werden von einer Rückstufung durch HSBC auf "Reduce" bei deutlich reduziertem Kursziel belastet, sowie von einer Kurszielsenkung und einer Bestätigung der Empfehlung "Sell" durch Société Générale. Die Analysten begründen dies insbesondere mit den Erwartungen einer schwächelnden Baukonjunktur.

Auch Sika (-1,5%) und Holcim (-1,7%) - zwei weitere baunahe Werte - entziehen sich dem Abwärtstrend nicht. Sika hatte am Morgen eine Ergänzungsakquisition in den USA gemeldet.

Von den Unsicherheiten im Zusammenhang mit China - sowohl was den Handelsstreit mit den USA als auch die konjunkturellen Aussichten betrifft - werden zudem Richemont (-1,7%) und Swatch (-1,4%) gebremst.

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