Aber auch der ohne Blutvergiessen beendete Aufstand der Wagner-Söldner in Russland beeinflusst die Märkte zum Wochenstart. "Trotz des Embargos gegen Russland verkauft Russland immer noch viele Rohstoffe an wohlgesinnte Länder wie China und trägt zur weltweiten Versorgung bei", heisst es in einem Kommentar. Deshalb könnten höhere Öl- und Rohstoffpreise den Druck auf die Aktienmärkte wieder verstärken.

Der SMI notiert gegen 9.10 Uhr um 0,27 Prozent tiefer bei 11'191,41 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, gibt um 0,25 Prozent nach auf 1741,39 und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 14'723,47 Zähler. Von den 30 SLI-Werten geben 21 nach und fünf legen zu, während vier unverändert sind.

Die Spannbreite im frühen Handel reicht von -1,7 Prozent bei der UBS bis +1,0 Prozent bei den Sika-Aktien. Bei der Grossbank sorgt die übernommene Credit Suisse für Gesprächsstoff. Im Rechtsstreit der CS mit dem früheren georgischen Regierungschef und Milliardär Bidzina Ivanishvili hat ein Berufungsgericht auf den Bermudas gewisse Punkte des bisherigen Urteils revidiert. Die Grossbank will nun auch das Urteil des Berufungsgerichts noch weiter ziehen.

Derweil werden Sika-Aktien von einem Analystenkommentar gestützt. Der zuständige Experte von Barclays hat das Kursziel auf 390 Franken nach oben angepasst. Er drücke damit sein Vertrauen in die Marktdurchdringung und das Wachstumspotenzial des Konzerns aus. Zum Vergleich: Die Aktie kostet aktuell 243 Franken.

In den hinteren Reihen sacken die Aktien der Derivatboutique Leonteq nach einer Gewinnwarnung um 8,8 Prozent ab.

hr/tv