Zwar fehlen noch wichtige Details, Investoren werten die jüngsten Ankündigungen aber schon mal als den lang ersehnten Durchbruch. Gleichzeitig warnen einige Experten vor verfrühtem Optimismus. Die Einigung sei nur ein Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess, der seine grössten Hürden noch vor sich hat.
Erleichterung in allen Anlageklassen zu spüren
Für den SMI geht es den auch im frühen Handel um 0,99 Prozent aufwärts auf 13'844,22 Punkte. Von seinem Rekordhoch bei 14'063 Punkten Ende Februar ist er damit nur noch etwa 220 Punkte entfernt. Der SMIM der mittelgrossen Werte gewinnt 1,58 Prozent auf 3087,98 Punkte und der breite SPI 1,13 Prozent auf 19'545,14 Zähler.
Im SMI sind die Gewinner (18) klar in der Überzahl. Lediglich die beiden defensiven Swisscom (-1,3 Prozent) und Roche (-0,6 Prozent) weisen Kursverluste aus. Auch Nestlé und Novartis (beide +0,2 Prozent) hinken dem Markt hinterher und bremsen den SMI damit aus.
In Asien waren die wichtigsten Indizes teilweise mit Aufschlägen von mehr als 5 Prozent aus dem Handel gegangen und auch die Wall Street wird klar im Plus erwartet. Andere Anlageklassen wie Gold, Silber oder der Bitcoin ziehen ebenfalls an, während die Öl so wenig kostet wie seit März nicht mehr.
Bei den hiesigen Blue Chips sind erneut insbesondere baunahe Werte gesucht. So notieren Sika, Amrize, Holcim und Amrize mit Gewinnen von bis zu 4,7 Prozent erneut in der Spitzengruppe, nachdem sie bereits am Freitag Spitzenreiter waren.
Noch stärkere Bewegungen sind in den hinteren Reihen zu sehen: Belimo (+7,8 Prozent) und SoftwareOne (+6,4 Prozent) profitieren von Hochstufungen, während beim Flughafen Zürich (+4,9 Prozent) Erleichterung über das Rahmenabkommen herrscht.
Bystronic (-3,7 Prozent) werden nach einer Gewinnwarnung gemieden, während Centiel (-1,6 Prozent) den Höhenflug der Vorwoche verarbeiten.
hr/to
(AWP)
