Die Schlüsselfrage an den Märkten bleibt aber jene nach den Zinsen und somit nach der künftigen Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken. Am Vortag hatten Inflationsdaten aus Deutschland die Zinssorgen weder geschürt noch gemildert. Am Berichtstag steht nun die Inflationsrate aus dem gesamten Euroraum auf der Agenda, die laut Ökonomen erneut leicht gesunken sein dürfte. Noch wichtiger dürfte am Freitag die Publikation des monatlichen US-Arbeitsmarktberichtes sein. Zuletzt hatten eher schlechte Makrodaten aus den USA Hoffnungen auf eine Zinspause des Fed im September geweckt.

Der SMI notiert um 09.15 Uhr um 0,20 Prozent höher auf 11'112,22 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,33 Prozent auf 1750,02 und der breite SPI um 0,19 Prozent auf 14'642,61 Zähler. Gut zwei Drittel der 30 SLI-Titel legen zu.

Die Bühne gehört am Berichtstag der UBS. Mit dem milliardenschweren Gewinn fürs zweite Quartal sprengt die grösste Schweizer Bank jegliche Vorstellungskraft. Obschon der Gewinn etwas tiefer als von einigen Analysten erhofft ausfällt, weiss das Ergebnis auch um die Sondereffekte aus der Übernahme der Credit Suisse bereinigt zu gefallen. Dasselbe gilt für die geschäftsstrategischen Aussagen. Alles in allem sorgt dies für einen Kursanstieg von zeitweise mehr als 7 Prozent. Aktuell notiert das Papier 5,1 Prozent höher. Dieser Anstieg ist umso bemerkenswerter, weil sich die Aktie schon in den letzten Wochen stark entwickelt hatte.

Bei den anderen SMI-Titeln halten sich die Ausschläge in Grenzen. Eine Veränderung von mehr als 1 Prozent zeigen nur Logitech (+1,1 Prozent) und AMS Osram (-3,3 Prozent).

Am breiten Markt richtet sich die Aufmerksamkeit auf Dormakaba nach der Publikation der Jahreszahlen 2022/23. Diese kommen gut an (+3,4 Prozent).

rw/kw

(AWP)